VCÖ-Mobilitätspreis Tirol

Sujet VCÖ-Mobilitätspreis 2021

Innovative Projekte und Konzepte für eine Mobilität mit Zukunft gesucht

Der Verkehrsbereich befindet sich mitten in mehreren Transformationsprozessen: Weg vom Verbrennungsmotor hin zu emissionsfreien Antrieben, weg von der autozentrierten hin zur multimodalen Mobilität, weg vom Privatbesitz an Verkehrsmitteln hin zu verstärktem Sharing. Beschleunigt werden die Veränderungen durch die Digitalisierung.

Im Jahr 2021 ist der 30. VCÖ-Mobilitätspreis den großen Veränderungen im Verkehrsbereich gewidmet und steht unter dem Motto „Aufbruch in der Mobilität“. Gerade in der sich verschär­fenden Klimakrise spielt die Verkehrswende eine zentrale Rolle. Heute ist der Verkehr der größte Verursacher klimaschädlicher Emissionen, morgen soll Verkehr der Antrieb für Verbesserungen am Weg zum Klimaziel sein. Es gilt, heute den Boden zu bereiten für eine nachhaltige und sozial gerechte Mobilität von morgen und übermorgen.

Wer womit am VCÖ-Mobilitätspreis Tirol teilnehmen kann

Der VCÖ-Mobilitätspreis Tirol zeigt Jahr für Jahr mit vorbildlichen Projekten, dass die Verkehrswende möglich ist. Teilnehmen können umgesetzte Projekte und Maßnahmen ebenso wie noch nicht umgesetzte Konzepte und Pilotprojekte sowie Forschungsarbeiten, um die Mobilitätswende voranzubringen. Der Wettbewerb wird in Kooperation mit dem Land Tirol und den ÖBB durchgeführt. Teilnehmen können Unternehmen, Start-Ups, Gemeinden, Städte und Bezirke, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Vereine, Studierende, Initiativen und Privatpersonen.

Mobilitätswende braucht Mut und Praxis

Verkehr ist Österreichs größtes Klimaschutzproblem. Wie kann Verkehr auf Klimakurs gebracht werden? Wie kann Mobilität sozial gerecht, wirtschaftlich effizient und ökologisch nachhaltig gestaltet werden? Wie können Unternehmen Mobilität oder Gütertransport ökologisch verträg­licher abwickeln. Was können Gemeinden, Städte und Schulen und Universitäten tun? Gesucht werden Einreichungen etwa zu folgenden Themenbereichen:

  • Bewegungsaktive Mobilität
  • "Design for All" – Generationengerechte und sozial inklusive Mobilität
  • Öffentlicher und öffentlich zugänglicher Verkehr, Multimodalität
  • Güterverkehr, Transport und Logistik
  • Raumordnung, Siedlungsentwicklung und Wohnen
  • Infrastrukturelle Lösungen und Maßnahmen zur Entsiegelung
  • Mobilitätsmanagement (Unternehmen, Schulen, Freizeit, Tourismus)
  • Kinder- und Jugendmobilität
  • Digitalisierung in der Mobilität
  • Energiewende und Elektrifizierung in der Mobilität
  • Mobility as a Service (MaaS) and Sharing

Siemens unterstützt beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich die Auszeichnung von Projekten und Konzepten, die mit Hilfe von Digitalisierung zu einem nachhaltigen Verkehrssystem beisteuern. Das beste Projekt zum Thema Raumordnung, Siedlungsentwicklung und Bodenentsiegelung wird mit Unterstützung der Hagelversicherung ausgezeichnet. Auch die beste Einreichung zum Thema "Design for All" – Generationengerechte und sozial inklusive Mobilität wird in einer eigenen Kategorie, gefördert durch das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, prämiert.

Ihr Projekt hat die Chance auf zwei Auszeichnungen

Beim VCÖ-Mobilitätspreis Tirol 2021 werden die besten Projekte und Konzepte des Bundeslands durch den VCÖ, LH-Stv.in Ingrid Felipe und die ÖBB ausgezeichnet. Zusätzlich nimmt
Ihr eingereichtes Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich teil und wird von einer Fachjury bewertet. Die Top-Fünf Projekte jeder Kategorie können über ein Online-Publikumsvoting Zusatzpunkte erhalten.

Im September 2021 wird der VCÖ-Mobilitätspreis Österreich in feierlichem Rahmen durch den VCÖ, das Klimaschutzministerium und die ÖBB verliehen.

Vorbildliche Projekte werden in der VCÖ-Online-Datenbank präsentiert

Vollständige Einreichungen werden, wenn gewünscht, in der VCÖ-Online-Datenbank für vorbildliche Mobilitätsprojekte unter www.mobilitaetsprojekte.vcoe.at präsentiert und dadurch einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

 

Unterstützt von:

Früh einreichen zahlt sich aus

Wenn Sie bis 30. April 2021 einreichen, erhalten Sie als kleines Dankeschön kostenlos das VCÖ-Medienpaket im Wert von 200 Euro (keine Barablöse möglich). Das Abonnement endet automatisch am 31.12.2021, ohne dass Sie kündigen müssen. Informationen zum Medienpaket finden Sie hier.

Ausgezeichnete Projekte

Wählen Sie ein Jahr aus und informieren Sie sich über die beim VCÖ-Mobilitätspreis ausgezeichneten Projekte (PDF-Dokumente).

2020 2019 2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009

Das Video zum Siegerprojekts des VCÖ-Mobilitätspreis 2020

Der VCÖ verwendet Spenden sparsam und zielgerichtet und trägt daher das Österreichische Spendengütesiegel.

Aktuelle VCÖ-Themenschwerpunkte

Mehr Platz für bewegungsaktive Mobilität

Grünflächen und begrünte Straßen fördern aktive Mobilität, wirken Hitzeinseln entgegen und tragen zum psychischen Wohlbefinden bei.

mehr erfahren

Mobilitätsfaktoren Wohnen und Siedlungsentwicklung

Wohnen beeinflusst die Klimabilanz der Mobilität stark. Die Wohnungs- und Siedlungspolitik ist ein wichtiger Hebel zum Erreichen der Klimaziele im Verkehr.

mehr erfahren

VCÖ-Mobilitätspreis Tirol geht an „Carsharing Tirol 2050“

Der Öffentliche Verkehr ist das Rückgrat eines klimaverträglichen Verkehrssystems und Carsharing eine ideale Ergänzung – insbesondere für die sogenannte „letzte Meile“, vom Bahnhof in kleinere Orte. Derzeit stehen in 21 Tiroler Gemeinden 38 Autos zur Verfügung. Die Carsharing-Autos fahren nicht mit Diesel oder Benzin, sondern mit Strom. „Dieses Projekt kombiniert die Verkehrswende mit der Energiewende und holt damit ein Stück Mobilitätszukunft in die Gegenwart“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest.

Video zu den ausgezeichneten Projekten

Personen, die ein Jahres-Ticket Land oder Region für den öffentlichen Verkehr hat, können gegen einen Aufpreis von 100 Euro auch die bestehenden Carsharing-Angebote in Tirols Gemeinden nutzen. 20 Fahrstunden sind im Preis bereits inkludiert. Der Verkehrsverbund Tirol kooperiert mit Energie Tirol sowie den Carsharing Betreibenden Stadtwerke Wörgl (floMOBIL), Stadtwerke Kufstein (beecar) und der Regionalenergie Osttirol (FLUGS). LH-Stv.in Ingrid Felipe, VCÖ-Experte Michael Schwendinger und Harald Schreyer von der ÖBB-Infrastruktur AG überreichten den VCÖ-Mobilitätspreis Tirol an Alexandra Medwedeff vom Verkehrsverbund Tirol.

„Imst bewegt: Schulweg = Fußweg“

In einer Zeit, in der Bewegungsmangel ein zunehmendes Problem bei Kindern und Jugendlichen ist, ist der Schulweg eine Chance, auf eine tägliche Portion gesunde Bewegung zu kommen. Das ist auch das Ziel des Projekts „Imst bewegt: Schulweg = Fußweg“. Die Plattform „Miteinand in Imst“ und das Regionalmanagement Bezirk Imst setzen seit dem Herbst 2018 Maßnahmen um. Neben Informationen gibt es auch einen spielerischen Wettbewerb, bei dem die Volksschulklassen Punkte sammeln: Für jeden zu Fuß zurückgelegten Weg gibt es einen Punkt, mit Öffis einen halben Punkt und fürs Elterntaxi null Punkte. Gestartet wurde an drei Schulstandorten mit fast 500 Schülerinnen und Schülern. Das Ergebnis: Über das gesamte Schuljahr legten die Kinder 80 Prozent der Schulwege zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Damit wurde viel CO2 eingespart und Autoverkehr und Abgasbelastung in der Schulumgebung nahmen spürbar ab, die Kinder lernten selbständig mobil zu sein, waren dank vermehrter Bewegung ausgeglichener und die Eltern wurden zeitlich entlastet. Die Projektleiterin Johanna Heumader-Schweigl vom Regionalmanagement Imst und die Stadträtin Martina Frischmann nahmen die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Tirol entgegen.

„Mikro-ÖV-Wipptal“

Die Verbesserung des Mobilitätsangebots im Wipptal hat das Konzept „Mikro-ÖV-Wipptal“ zum Ziel. Es wurde von Communalp gemeinsam mit dem Planungsverband Wipptal unter Einbindung der zwölf Gemeinden des Wipptals erstellt. Das Konzept beinhaltet neun umsetzungsreife Projekte, die sowohl die Mobilität der Bevölkerung als auch für die Freizeit- und Urlaubsgäste verbessert. Unter sollen ein Anrufsammeltaxi für das Navistal, Fahrrad und E-Bike-Verleih an Bahnhöfen und ein Gesamtkonzept für Wanderbusse angeboten werden. Die Auszeichnung als vorbildliches Projekt nahmen David Kranebitter von Communalp und der Obmann des Planungsverbands Wipptal, Bürgermeister Alfons Rastner entgegen.