VCÖ-Mobilitätspreis Tirol

Sujet VCÖ-Mobilitätspreis 2021

VCÖ-Mobilitätspreis Tirol 2021 für Binderholz und Zillertaler Verkehrsbetriebe

Der Verkehr steht am Beginn der größten Veränderungen seit der Massenmotorisierung. Die Mobilität der Zukunft ist klimafreundlich, gesund und energieeffizient. Der diesjährige VCÖ-Mobilitätspreis stand daher unter dem Motto „Aufbruch in der Mobilität“. Für die Verlagerung von jährlich 200.000 Tonnen Güter von der Straße auf die Schiene wurden die Firma Binderholz gemeinsam mit den Zillertaler Verkehrsbetrieben von LHStvin Ingrid Felipe, VCÖ und ÖBB mit dem VCÖ-Mobilitätspreis Tirol 2021 ausgezeichnet.

„Unsere Gesellschaft steht vor einer Wende. Um dem Klimawandel entgegenzutreten brauchen wir ein Umdenken im Transport und in der Mobilität – nicht nur global, sondern vor allem auch regional. Durch die Verlagerung vom Straßenverkehr auf die Schiene und einem verbesserten Angebot für klimafreundliche Mobilität schützen wir unsere Umwelt, schonen Ressourcen und stärken die Gesundheit der Menschen in Tirol. Projekte, wie jene, die heuer beim VCÖ-Mobilitätspreis Tirol ausgezeichnet werden, sind es, die uns Alternativen aufzeigen und uns helfen die Mobilitätswende zu meistern“, sagt LHStvin Felipe.

Die Zillertaler Verkehrsbetriebe und das Unternehmen Binderholz aus Fügen bringen seit heuer rund 200.000 Tonnen Holz pro Jahr zurück von der Straße auf die Schiene. Dadurch werden rund 20.000 Lkw-Fahrten und das Verbrennen von 68.000 Liter Diesel vermieden. Der Nutzen durch die Verlagerung auf die Schiene ist vielfältig: Die Lärm- und Abgasbelastung für die Bevölkerung wird verringert, die Straße entlastet und die Treibhausgas-Emissionen werden deutlich reduziert.

„Stubai Mobil“ als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Tirol prämiert

Im Planungsverband Stubaital 21 arbeiten die fünf Gemeinden Fulpmes, Mieders, Neustift, Schönberg und Telfes zusammen. Im Stubaital wird mit einem Elektro-Bus das Busangebot ausgeweitet, die Verbindungen nach Innsbruck und ins benachbarte Wipptal verbessert und für Urlaubsgäste die kostenlose Nutzung des Öffentlichen Verkehrs eingeführt. Im Juni startete das E-Carsharing in Fulpmes in Kooperation mit flo-MOBIL, in den kommenden Monaten folgen die anderen vier Gemeinden. Zudem gibt es als Angebot im Stubaital auch die Mitfahrbörse ummadum.

Auch Bike Tirol als vorbildliches Projekt ausgezeichnet

Bike Tirol verbindet das Radfahren mit dem Bahnnetz. Radtour und die Reise mit dem öffentlichen Verkehr lassen sich ideal verbinden, ohne dass das eigene Fahrrad mittransportiert werden muss. Die Mountainbikes können mit einer App einfach gebucht und ausgeliehen werden. Aktuell sind hochwertige Fahrräder an den drei Bahnhofsstandorten Kufstein, Matrei und Wörgl buchbar. Das Angebot wird im Jahr 2022 ausgeweitet. Geplant ist ein österreichweites Service mit Bike Lounges an Bahnhöfen der ÖBB. Bike Tirol ist ein Kooperationsprojekt der ÖBB-Infrastruktur AG und der ÖBB-Personenverkehr AG mit Inn-Bike, Communalp, Tirol Werbung und dem Verkehrsverbund Tirol.

ÖBB-Regionalmanager Rene Zumtobe gratuliert den Gewinnerinnen und Gewinnern: „Die Siegerprojekte des VCÖ-Mobilitätspreises beweisen, dass es innovative Konzepte und engagierte Menschen für die Verkehrswende und für die Klimarettung gibt. Das macht Mut. Umso mehr freut es uns als ÖBB auch zentraler Teil dieser Bewegung zu sein.“

Der VCÖ-Mobilitätspreis Tirol wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Tirol und den ÖBB durchgeführt und von der TIWAG unterstützt. In der Online-Datenbank des VCÖ sind bereits mehr als 4.000 vorbildliche Mobilitätsprojekte zu finden.

Vorbildliche Projekte werden in der VCÖ-Online-Datenbank präsentiert

Vollständige Einreichungen werden, wenn gewünscht, in der VCÖ-Online-Datenbank für vorbildliche Mobilitätsprojekte unter www.mobilitaetsprojekte.vcoe.at präsentiert und dadurch einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

 

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Ausgezeichnete Projekte

Wählen Sie ein Jahr aus und informieren Sie sich über die beim VCÖ-Mobilitätspreis ausgezeichneten Projekte (PDF-Dokumente).

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