Aus der Praxis - Astrid Steharnig-Staudinger

Nahtlose Reiseinformation über die Grenzen hinweg

Porträtfoto von Astrid Steharnig-Staudinger
Astrid Steharnig-Staudinger, Geschäftsführerin Österreich Werbung

„Die Tourismusbranche gehört weltweit zu den Vorreitern, wenn es um die Integration nachhaltiger Praktiken in ihre tägliche Arbeit geht. Dabei wird Nachhaltigkeit auch zunehmend ein entscheidender Faktor für Urlaubende bei der Gestaltung ihrer Freizeit und ihrer Reisen. Die Branche konzentriert sich darauf, den ökologischen Fußabdruck zu minimieren und gleichzeitig nachhaltige Angebote für Gäste zu schaffen. Besonders im Bereich Mobilität liegt ein Schlüssel zur nachhaltigen Entwicklung des Tourismus. Da die Anreise den Großteil der CO2-Emissionen einer Reise ausmacht, sucht die Tourismusbranche in Österreich gemeinsam mit Mobilitätsanbietern nach effektiven Lösungen, um Reisen ohne privaten Pkw zu fördern. Destinationen wie Seefeld oder Zell am See-Kaprun zählen hier zu den Vorreitern. Die Bemühungen der Branche zeigen Wirkung: Im letzten Sommer entschieden sich zwölf Prozent der Österreich-Urlauberinnen und -Urlauber für die Anreise mit der Bahn, was einen positiven Trend darstellt. Zudem sank der Anteil der Autoreisenden, was ebenfalls einen ersten Schritt in Richtung eines nachhaltigen Wandels markiert.“

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Wie nachhaltig sind selbstfahrende Elektroautos?

Shared Autonomous Electric Vehicles (SAEV) werden aus mehreren Gründen als ressourcenschonend und energiesparend betrachtet: sparsames Fahren durch ruhigeren, effizienteren Verkehr und weniger Luftwiderstand durch knappes Auffahren („vehicle platooning“), optimale Wartung, aber auch insgesamt eine schrumpfende Fahrzeugproduktion durch Sharing. In erster Linie sind Modelle, die das CO2-Einsparungspotenzial von SAEV vorhersagen sollen, von zwei großen Annahmen abhängig: Die Effizienz des Sharing-Modells und die allgemeine Nachfrage nach motorisiertem Verkehr. Steigt durch die Attraktivität von SAEV als Alternative zu öffentlichem Verkehr oder Fahrrad das Verkehrsaufkommen, so heben sich die oben angeführten Einsparungspotenziale wieder auf.

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Foto: Wikimedia/Richard Huber/CC BY-SA 4.0

Welche Faktoren über den Wechsel zwischen Auto und Bahn entscheiden

In keinem anderen EU-Staat werden pro Kopf so viele Kilometer mit Bahn, Straßenbahn und U-Bahn gefahren wie in Österreich. Im Jahr 2016 wurden in Österreich pro Kopf 2.265 Kilometer auf der Schiene zurückgelegt. In Europa sind es nur beim Spitzenreiter Schweiz, dank dessen dichten Bahnnetzes, noch mehr Schienenkilometer.
Auf der Westbahn-Strecke weist Österreich bereits Schweizer Niveau auf. Viele haben die Vorteile des Bahnfahrens gegenüber dem Auto erkannt. Damit die Personenmobilität in Österreich auf Klimakurs kommt, sind allerdings flächendeckend noch weitaus mehr Autofahrten auf die Bahn zu verlagern.

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