Supermarktkette setzt auf Schiene statt Stau

Foto: coop-Filiale in einem Bahnhof der SBB

Mit dem Projekt „CityCargo Genf“ setzt der Lebensmittelhandelskonzern Coop in der Schweiz seit dem Jahr 2013 für die tägliche Belieferung der 45 Coop-Verkaufsstellen im Großraum Genf auf den kombinierten Verkehr von Schiene und Straße. Das Besondere dabei ist die Kürze der Bahndistanz von 67 Kilometer von dem Coop-Verteilzentrum Aclens zu dem Zielbahnhof Genève-La Praille entlang des Genfer Sees. Dabei werden die Staus auf der stark befahrenden Straße entlang des Genfer Sees vermieden und so die Zuverlässigkeit der Anlieferung erhöht. Am Zielbahnhof werden mittels Einsatz von Horizontalumschlagtechnik die Waren für den Transport auf der letzten Meile auf Lkw umgeladen. Durch die Verlagerung der Anlieferung auf die Bahn werden jährlich 1,4 Millionen Lkw-Kilometer eingespart und damit rund 1.100 Tonnen CO2 vermieden. Das Projekt zeigt, dass unbegleiteter kombinierter Verkehr auch auf kurzen Bahnstrecken wirtschaftlich tragbar sein kann.

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VCÖ zu Zielnetz: Ausbau und Modernisierung der Schiene in Regionen und Ballungsräumen zügig umsetzen

VCÖ (Wien, 25. Jänner 2024) - Der Anteil der Schiene ist sowohl im Personenverkehr als auch im Güterverkehr in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen, um einerseits die Verkehrsbelastung insbesondere in den Ballungsräumen zu reduzieren und andererseits die Klimaziele erreichen zu können. Der heute präsentierte Plan für das Zielnetz 2040 ist daher rasch in konkrete Maßnahmen umzusetzen, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. Positiv sieht der VCÖ, dass neben der Verbesserung internationaler Verbindungen ein Fokus auf die Verbesserung des Mobilitätsangebots in den Regionen und in den Ballungsräumen gelegt wird.

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Foto: Sarah Duit