VCÖ: Mobilität der Wienerinnen und Wiener mit niedrigstem CO2-Ausstoß und geringsten Kosten

VCÖ-Mobilitätspreis Wien sucht Projekte für klimaverträgliche Mobilität und nachhaltigen Gütertransport

VCÖ (Wien, 7. April 2022) - "Verkehrswende umsetzen" ist das Motto des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreises Wien, der heute von Mobilitätsstadträtin Ulli Sima, dem VCÖ und den ÖBB gestartet wurde. In keinem Bundesland ist die Bevölkerung so viel autofrei mit Öffis, zu Fuß oder Fahrrad mobil wie in Wien. Die Folge: Die Mobilität der Wienerinnen und Wiener verursacht den niedrigsten CO2-Ausstoß und ist mit Abstand auch am kostengünstigsten, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt.

"Möglichst viele Alltagswege zu Fuß, mit Öffis oder Fahrrad zurückzulegen spart im Vergleich zum Autofahren nicht nur viel CO2, sondern auch viel Geld", fasst VCÖ-Expertin Lina Mosshammer eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zusammen. Im Schnitt geben die Wiener Haushalte 360 Euro pro Monat für Mobilität aus, das ist um fast 200 Euro weniger als im Schnitt der anderen Bundesländer. Während Wiener Haushalte rund zwölf Prozent des Haushaltseinkommens für ihre Mobilität ausgeben, sind es im Schnitt der anderen Bundesländer mit über 16 Prozent um ein Drittel mehr, berichtet der VCÖ.

Gleichzeitig verursacht der Verkehr in Wien pro Einwohnerin und Einwohner am wenigsten CO2. Während in Wien pro Kopf und Jahr 1.755 Kilogramm CO2 durch den Verkehr verursacht werden, sind es im Schnitt der anderen Bundesländer mit 2.965 Kilogramm um zwei Drittel mehr, informiert der VCÖ. Der Klimafahrplan der Stadt Wien gibt ein klares Ziel vor: Bis zum Jahr 2030 ist der Pro-Kopf-Ausstoß des Verkehrs um 50 Prozent zu reduzieren.

Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es den Beitrag aller sowie viele Good-Practice Beispiele. Und diese vorbildlichen Projekte für eine klimaverträgliche Mobilität und nachhaltigen Gütertransport sind beim VCÖ-Mobilitätspreis Wien gesucht, der heute vom VCÖ gemeinsam mit Mobilitätsstadträtin Ulli Sima und den ÖBB gestartet wurde. Unter dem Motto "Verkehrswende umsetzen" sind Betriebe und Unternehmen, Startups, Bezirke, Schulen und Universitäten, Initiativen und Einzelpersonen aufgerufen, Projekt oder Konzepte einzureichen. Einreichfrist ist der 1. Juni.

Betriebliches Mobilitätsmanagement von Unternehmen, eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung von Bezirken, die Verkehrsberuhigung des Schulumfeld, Wohnhausanlagen, die autofreies Wohnen forcieren, die Umstellung des Fuhrparks auf emissionsfreie Antriebe, Zustellungen mit Cargo-Bikes oder innovative Sharing-Angebote sind nur einige Beispiele, die heuer beim VCÖ-Mobilitätspreis eingereicht werden können.

Der VCÖ-Mobilitätspreis legt zudem in Kooperation mit woom auch einen Schwerpunkt auf das Thema kindgerechtes Verkehrssystem. Gesucht sind Projekte, die es Kindern und Jugendlichen erleichtern sicher und selbständig zu Fuß oder mit dem Fahrrad mobil zu sein. "Bewegungsmangel ist ein zunehmendes Problem, die Verkehrsplanung kann einen wichtigen Beitrag leisten, dass wir durch unsere Alltagsmobilität auf eine tägliche Portion gesunde Bewegung kommen", erinnert VCÖ-Expertin Mosshammer am heutigen Weltgesundheitstag.

"Ich freue mich, dass heuer auch ein Schwerpunkt auf Mobilität für Kinder und Jugendliche gelegt wird, das ist mir auch persönlich ein großes Anliegen. Wir ermöglichen in Wien jährlich über 5.000 Volkschulkindern kostenlose Fahrradkurse, setzen aber auch aufs zu Fuß gehen und versuchen, dies  auch spielerisch zu forcieren.  Ich freue mich auf viele innovative Ansätze im Rahmen des heurigen VCÖ-Mobilitätspreis zur Verkehrswende und bedanke mich bei allen, die hier so aktiv mitarbeiten", so Wiens Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.

"Um dem Klimawandel wirksam entgegen treten zu können, müssen wir Mobilität neu denken und nachhaltiger gestalten. Es braucht innovative und mutige Lösungen, die zum Nachdenken und Nachmachen anregen. Genau solche Initiativen will der VCÖ mit seinem Mobilitätspreis ins Rampenlicht rücken und das unterstützen die ÖBB als eines der größten Klimaschutzunternehmen Österreichs auch heuer wieder gerne", so Silvia Angelo, Mitglied des Vorstands ÖBB-Infrastruktur AG.

Der VCÖ-Mobilitätspreis Wien wird vom VCÖ in Kooperation mit der Stadt Wien und den ÖBB durchgeführt und von GESIBA unterstützt. Einreichfrist ist der 1. Juni 2022, Einreichunterlagen und Informationen gibt es unter und beim VCÖ unter (01) 893 26 97.

Die Einreichungen zum VCÖ-Mobilitätspreis Wien werden von einer Fachjury bewertet. Im September werden die am besten bewerteten Projekte von VCÖ, Stadträtin Ulli Sima und ÖBB ausgezeichnet. Im Vorjahr gewann der FH Campus Wien den VCÖ-Mobilitätspreis Wien.

VCÖ: Mobilität der Wienerinnen und Wiener ist am kostengünstigsten und verursacht am wenigsten CO2 (Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs pro Einwohner:in, monatliche Mobilitätskosten pro Haushalt)

Wien: 1.755 kg Treibhausgase pro EW - 360 Euro pro Haushalt und Monat

Vorarlberg: 2.485 kg - 585 Euro

Tirol: 2.625 kg - 560 Euro

Salzburg: 2.740 kg - 490 Euro

Steiermark: 2.950 kg - 495 Euro

Oberösterreich: 3.055 kg - 545 Euro

Niederösterreich: 3.125 kg - 590 Euro

Kärnten: 3.130 kg - 555 Euro

Burgenland: 3.265 kg - 610 Euro

Quelle: Statistik Austria, Umweltbundesamt, VCÖ 2022

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Foto: Sarah Duit