Ergebnisse der VCÖ-Umfrage: Radfahren 2025
Wie gut lässt es sich in Österreich im Alltag mit dem Rad unterwegs sein? Welche Erfahrungen machen Radfahrende auf ihren täglichen Wegen? Und was muss sich verändern, damit Radfahren sicherer und attraktiver wird?
Diese Fragen haben wir im Herbst 2025 gestellt. Rund 3.600 Menschen haben uns ihre Einschätzungen und Erfahrungen mitgeteilt. Die Umfrage ist nicht repräsentativ, zeigt aber deutlich: Viele wollen im Alltag mehr Wege mit dem Rad zurücklegen – werden aber durch fehlende sichere Infrastruktur und zu viel Kfz-Verkehr ausgebremst.
Umfragen wie diese helfen dem VCÖ, konkrete Verbesserungen einzufordern und politischen Druck aufzubauen. Wir werden diese Ergebnisse aktiv in unsere Arbeit einfließen lassen. Wer unsere Arbeit unterstützt, ermöglicht spürbare Fortschritte für eine klimaverträgliche, sozial gerechte Mobilität. Bitte helfen Sie uns dabei mit Ihrer Spende.
Radfahren ist für viele Alltag – das ganze Jahr
Ein großer Teil der Teilnehmenden radelt regelmäßig zur Arbeit, zur Ausbildung oder zum Einkaufen. Für viele ist das Rad nicht Freizeitgerät, sondern Verkehrsmitttel.
- Rund die Hälfte fährt mehrmals wöchentlich im Alltag.
- Zwischen Mai und Oktober sind rund 80 Prozent häufig mit dem Rad unterwegs.
- Und selbst im Winter bleibt das Rad für etwa die Hälfte ein wichtiges Verkehrsmittel.
Was hält Menschen vom Radfahren ab?
Der häufigste Grund, das Rad stehen zu lassen, ist der Transport von unhandlichen Dingen. Zwei Drittel gab das bei der Umfrage an. Für mehr als die Hälfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist auch das Wetter ausschlaggebend.
Wichtig auch: zu viel Kfz-Verkehr und zu hohes Tempo. Fast die Hälfte fühlt sich auf vielen Straßen nicht sicher. Häufig fehlen zudem baulich getrennte Radwege. Die Botschaft ist eindeutig: Wer sichere Infrastruktur schafft, ermöglicht mehr Radverkehr.
Klare Erwartungen an Politik und Gemeinden
Knapp 60 Prozent der Teilnehmenden sagen: Mehr baulich getrennte Radwege und weniger Kfz-Verkehr sind dringend notwendig.
Weitere wichtige Schritte:
- Einhalten des Mindestabstands beim Überholen stärker kontrollieren
- Tempo 30 als Standard im Ortsgebiet
- Alltagsradwege, die Schulen, Arbeitsorte, Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten wirklich verbinden
80 Prozent halten Tempo 30 für sehr sinnvoll oder sinnvoll. Eine knappe Mehrheit unterstützt auch die Möglichkeit, mit dem Rad bei Rot rechts abbiegen zu dürfen.
Der VCÖ empfiehlt
„Sichere Radinfrastruktur ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Menschen aller Altersgruppen eigenständig mobil sein können.“
Katharina Jaschinsky, VCÖ Policy-Team
Es braucht:
- Ein durchgängiges, hochwertiges Radwegenetz – in Stadt und Region
- Radschnellwege für längere Alltagswege
- Ausreichend sichere Rad-Abstellplätze
- Öffentliche Pkw-Abstellplätze als klar begrenzte Ausnahmen statt als Standard
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