Online-Voting VCÖ-Mobilitätspreis – Kategorie "Konzepte, Wissenschaft und Forschung"

Welches der von der Fachjury beim VCÖ-Mobilitätspreis 2024 nominierten Projekte und Konzepte gefällt Ihnen am besten?

Die drei vom Publikum höchstgewerteten Projekte erhalten abgestuft Zusatzpunkte. Die Zusatzpunkte werden zur Bewertung durch die Fachjury addiert, die Summe ergibt das Gesamtergebnis. Das Online-Publikumsvoting wird am Sonntag, 21. Juli beendet. Das Endergebnis wird Ende September bekanntgegeben.

Unten sehen Sie die in dieser Kategorie von der Fachjury am besten bewerteten Einreichungen. Bitte wählen Sie jenes Projekt aus, dass Sie mit Ihrer Stimme unterstützen möchten!

Welches Projekt in der Kategorie "Konzepte, Wissenschaft und Forschung" erhält Ihre Stimme?

Bitte addieren Sie 1 und 7.

Mehr Informationen zu den nominierten Projekten

Radkersburg Connect - Neue Buslinie zwischen Bad Radkersburg (Österreich) und Gornja Radgona (Slowenien)

Bad Radkersburg und Gornja Radgona waren vor dem ersten Weltkrieg eine Stadt. Mit dem Friedensvertrag von Saint-Germain wurden die Grenzen neu gezogen und die Mur zur Staatsgrenze. Seit der Selbstständigkeit Sloweniens in den 90iger Jahren gibt es einen regen Austausch der beiden Stadtteile, der sich mit dem EU-Beitritt Sloweniens intensiviert hat. Dieser Austausch ist in den letzten Jahren noch intensiver geworden. Viele Schülerinnen und Schüler besuchen Schulen in Bad Radkersburg, viele Bad Radkersburgerinnen und Bad Radkersburger kaufen in Slowenien ein. Um den Grenzverkehr ein Stück weit harmonisieren zu können, soll die Citybuslinie, die bereits in der Innenstadt von Bad Radkersburg verkehrt, bis zum Busbahnhof Gornja Radgona erweitert werden. Das Ziel ist es dadurch die Lücke, die zwischen den Bahnhöfe von Bad Radkersburg und Gornja Radgona besteht, schließen zu können.  

Eingereicht von: Stadtgemeinde Bad Radkersburg

TuneOurBlock

Der Kern des Projekts liegt im Planungskonzept „Superblock“. Untersucht wird, wie das aus Barcelona stammende Konzept zur Unterbindung des Durchzugsverkehrs internationalisiert und erweitert werden kann und als politische und planerische Strategie für die transformative urbane Anpassung im europäischen Kontext Anwendung findet bzw. finden kann. Stadtplaner*innen, Praktiker*innen, Forscher*innen und NGOs erarbeiten gemeinsam effektive und übertragbare planerische Leitlinien für die Umsetzung von Superblocks in verschiedenen städtischen Kontexten.
Im Kern verfolgt das Projekt drei Forschungsfragen:
- Welche Kriterien können herangezogen werde, um die Anwendung von Superblocks in europäischen Städten zu skalieren?
- Welche Beteiligungs- und Umsetzungsstrategien sind für die Anwendung von Superblocks in europäischen Städten besonders effektiv?
- Wie können europäische Städte (und deren relevante Stakeholder) zur Umsetzung von Superblocks ermächtigt werden?

Eingereicht von: Forschungsbereich für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik, TU Wien

Neues Produktionsmodell Einzelwagenverkehr

Im Schienengüterverkehr ist insbesondere der Einzelwagenverkehr arbeitsintensiv und daher nur eingeschränkt wettbewerbsfähig. Um den Zielsetzungen des "green deal" gerecht zu werden, entwickelt das Projekt DACIO (Digital Automatic Coupling in Infrastructure Operation) Lösungsansätze, die Verschub und Zugvorbereitung automatisieren und durch Digitalisierung unterstützen. Dies geschieht mit zahlreichen Maßnahmen, die gemeinsam mit der Einführung einer Digitalen Automatischen Kupplung (DAK)  umgesetzt werden sollen. Die Verschubautomatisierung (ASO - Automated Shunting Operation) wird das Berufsbild des Verschubpersonals positiv verändern und den erforderlichen Personaleinsatz in Gefährdungsbereichen deutlich reduzieren. Verschub von Einzelwagen mitsamt den dahinterstehenden Produktionsmodellen, und damit der umweltfreundliche Schienenverkehr insgesamt, können so kostengünstiger und den zeitgemäßen logistischen Anforderungen deutlich gerechter werden.

Eingereicht von: ÖBB Infrastruktur AG

Mo.Hub - kooperative Mobilitätsstationen im Grätzl

Je nach Studie und betrachtetem Ort werden durch einen Sharing-Stellplatz weit mehr als 10 private Stellplätze ersetzt und somit verfügbar für alternative Nutzungen. Der im Forschungsprojekt entwickelte und temporär umgesetzte Mo.Hub-Ansatz zielt daher darauf ab vielfältige Mobilitätsangebote gebündelt an nachbarschaftlichen Mobilitätstationen mit der Gestaltung eines attraktiven öffentlichen Raums zu verbinden. Im Gegensatz zu „Onesize-fits-all”-Lösungen großer Mobilitätsdienstleistender, werden bedarfsgerechte Angebote je Standort gemeinsam mit Grätzlbewohner*innen, Geschäftstreibenden, Mobilitätsdienstleistenden und Akteur*innen aus Politik und Verwaltung entwickelt und umgesetzt.
Im Rahmen des Projekts erfolgten in drei Wiener Grätzln pilothafte Umsetzungen von Mo.Hubs. Daraus wurden Erfahrungen und Learnings für interessierte Bürger*innen, Mobilitätsdienstleister*innen und die öffentliche Hand generiert.

Eingereicht von: Forschungsbereich MOVE, TU Wien

Eine Fahrradstraße für einen sicheren und klimafreundlichen Schulweg in der Geblergasse

Eine Mobilitätserhebung im Schuljahr 2022/23, ergab, dass sich Schüler*innen und Lehrer*innen des GRG17 häufig eine Eindämmung des Autoverkehrs sowie eine Verbesserung für klimafreundliche Alternativen wie Radverkehr wünschen. Anknüpfend daran wurde von Lehrpersonen des GRG17 gemeinsam mit Anrainer*innen die Initiative “Fahrradstraße 16/17” ins Leben gerufen, deren Aktionen (allen voran eine von über 1000 Bürger*innen unterzeichnete Petition “Eine Fahrradstraße für sichere Schulwege in Wien 16/17”) vom Schulgemeinschaftsausschuss des Hernalser Gymnasiums unterstützt und von Schüler*innen mitgestaltet wurden. Zudem wurden von der MINT-Schwerpunktklasse 5D im Rahmen einer Projektwoche verkehrsanalytische Daten erhoben, die in Kooperation mit der Lokalpolitik dazu beitrugen, dass mit Bezirksbeschlüssen und darüber hinaus bereits politische Erfolge im Sinne einer Realisierung der Fahrradstraße verbucht werden konnten.

Eingereicht von: Hernalser Gymnasium Geblergasse