VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland
VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland für Velobus in Neusiedl
Der diesjährige VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland geht an den Velobus in Neusiedl am See. Im vergangenen Schuljahr fuhren Kinder täglich gemeinsam und in Begleitung von Eltern mit dem Rad zur Schule. Zudem wurden zwei weitere vorbildliche Projekte von VCÖ, Verkehrslandesrat Heinrich Dorner, ÖBB und VOR ausgezeichnet: Die Initiative „Gemeinsam unterwegs“ der Marktgemeinde Litzelsdorf und die Verkehrsbetriebe Burgenland für die schrittweise Umstellung der Dieselbusflotte auf Elektrobusse. Der renommierte VCÖ-Mobilitätspreis stand heuer unter dem Motto „nachhaltig.effizient.innovativ“.
Mit dem Fahrrad sicher zur Schule fahren statt mit dem Elterntaxi. Das ist das Ziel des Velobus zur Volksschule Neusiedl am Tabor. Der Velobus ist eine von Erwachsenen begleitete Fahrradgruppe, die im vergangenen Schuljahr zur selben Zeit und auf derselben Route den Schulweg gefahren ist. Und das an fast jedem Tag, nur an drei Tagen wurde wegen Eisregen und Schnee pausiert. Ähnlich wie bei einem Bus gibt es Haltepunkte, bei denen Kinder sich dem Velobus anschließen können. Der Velobus Neusiedl ist sehr gut bei den Kindern angekommen, die Bilanz des vergangenen Schuljahrs ist beeindruckend: Im Schnitt fuhren sieben Kinder pro Tag mit dem Rad gemeinsam zur Schule, in Summe waren es 1.383 Fahrten von insgesamt 32 Kindern, rund 7.000 Autokilometer wurden eingespart.
Verkehrslandesrat Heinrich Dorner gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern und wies darauf hin, dass diese auch die Schwerpunktsetzung des Landes im Bereich der Mobilität in den vergangenen Jahren widerspiegeln. „Wir investieren so viel wie noch nie in moderne und sichere Radinfrastruktur in allen Bezirken, um das Alltagsradfahren attraktiver zu machen und das Burgenland in absehbarer Zeit zum Radland Nummer 1 zu machen“, so Dorner.
„Gemeinsam zur Schule radeln macht Spaß. Zudem kommen Kinder, die den Schulweg mit dem Rad oder zu Fuß zurücklegen, regelmäßig auf eine gesunde Portion Bewegung, was angesichts des zunehmenden Bewegungsmangels sehr wichtig ist. Und sie erlangen Kompetenz im richtigen Verhalten im Straßenverkehr, was ihnen auch auf den Freizeitwegen zugutekommt“, gratuliert VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk. Verkehrslandesrat Heinrich Dorner, VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk, Michael Gerin (ÖBB-Infrastruktur AG) und Peter Zinggl in seiner Funktion als Prokurist des VOR überreichten den VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland an Bettina Ley und Markus Bernardi, die als Eltern den Velobus mitinitiiert haben.
Initiative der Marktgemeinde Litzelsdorf als vorbildliches Projekt ausgezeichnet
Kurze Wege verstärkt zu Fuß oder mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurücklegen, das war das Ziel der Initiative „Gemeinsam unterwegs“ der Marktgemeinde Litzelsdorf im Bezirk Oberwart. Von Mitte April bis Mitte Juni gab es für jeden zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegten Weg einen Punkt im Sammelpass. 20 Einrichtungen, von Geschäften über Kindergarten, Schule, Ordinationen, Gasthäuser bis zur Kirche, machten mit und gaben Punkte aus. Die Initiative war ein großer Erfolg: 120 volle Sammelpässe wurden abgegeben, mehr als 1.800 Autofahrten vermieden. Die Auszeichnung beim VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland als vorbildliches Projekt nahmen die Projektverantwortlichen Ingrid Hochwarter und Annemarie Reiss von der Marktgemeinde Litzelsdorf entgegen.
Umstellung von Diesel- auf Elektrobusse ebenfalls beim VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland ausgezeichnet
Der Antrieb der Zukunft ist der Elektromotor, auch bei Bussen. Die Verkehrsbetriebe Burgenland haben bereits begonnen, Dieselbusse durch Elektrobusse zu ersetzen. Sechs Elektro-Solobusse mit 36 Sitz- und 41 Stehplätzen und drei Elektro-Midibusse mit 25 Sitz- und 15 Stehplätzen sind bereits auf mehreren Linien im Einsatz. Im Vergleich zu Dieselbussen reduzieren sie den CO2-Ausstoß um rund 620.000 Kilogramm pro Jahr. Elektrobusse sind leiser und stoßen keine gesundheitsschädlichen Schadstoffe wie Stickoxide oder Feinstaub aus.
„Ein weiterer Vorteil von Elektrobussen wird heuer besonders spürbar. Elektrobusse können mit regional aus Sonne und Wind erzeugter erneuerbarer Energie angetrieben werden. Damit fließt weniger Geld für Dieselimporte ins Ausland“, verdeutlicht VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk. Verkehrslandesrat Heinrich Dorner, VCÖ, ÖBB und VOR überreichten die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland an den Projektleiter Herbert Vögl von den Verkehrsbetrieben Burgenland.
„Der VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland zeigt eindrucksvoll, wie viele gute Ideen und konkrete Projekte es bereits gibt, um Mobilität nachhaltiger, effizienter und innovativer zu gestalten. Als ÖBB unterstützen wir diese Auszeichnung sehr gerne, weil sie sichtbar macht, wie die Mobilitätswende in den Regionen mit starken Partnern und praxistauglichen Lösungen vorangebracht wird“, so Michael Gerin von der ÖBB-Infrastruktur AG.
Peter Zinggl, Prokurist des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR), gratuliert den Preisträgerinnen und Preisträgern des VCÖ-Mobilitätspreises Burgenland: „Die ausgezeichneten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie nachhaltige Mobilität im Burgenland vor Ort gelebt wird – vom sicheren Radweg zur Schule über die Stärkung aktiver Mobilität bis hin zur erfolgreichen Umstellung auf emissionsfreie Busse.“
Der VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Burgenland und den ÖBB durchgeführt und vom Verkehrsverbund Ost-Region VOR unterstützt.
Der VCÖ bietet eine kostenlose Online-Projektdatenbank an, in der bereits mehr als 3.000 vorbildliche Mobilitätsprojekte zugänglich sind.
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