VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich

Sujet VCÖ-Mobilitätspreis 2026

VCÖ-Mobilitätspreis NÖ an Ziviltechnikbüro IKW ZT für vorbildliches Mobilitätsmanagement

Von links nach rechts: Christian Gratzer (VCÖ), LH-Stv. Stephan Pernkopf, IKW ZT Geschäftsführer Wolfgang Voglauer, Rudolf Wroblewski (ÖBB-Infrastruktur AG), VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber

Der VCÖ-Mobilitätspreis NÖ 2026 geht an das Ziviltechnikbüro IKW ZT für sein betriebliches Mobilitätsmanagement. Zudem wurden zwei weitere vorbildliche Projekte von VCÖ, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, ÖBB und VOR ausgezeichnet: Die Marktgemeinde Wiener Neudorf für ihre Maßnahmen für eine sichere und selbstständige Kinder- und Jugendmobilität und der Stadtbus Amstetten für die komplette Umstellung von Diesel- auf barrierefreie Elektro-Niederflurbusse.

Das Amstettner Ziviltechnikbüro IKW ZT setzt umfassende Maßnahmen für eine umweltverträgliche Mobilität am Arbeitsweg und bei Dienstfahrten um. 29 der rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ein vom Unternehmen zur Verfügung gestelltes Klimaticket. Der Bürostandort liegt nur sieben Gehminuten vom Bahnhof entfernt. 19 Beschäftigte haben ein Leasingrad. „Gerade das Radfahren zur Arbeit oder auf Dienstwegen ist auch eine Form von betrieblicher Gesundheitsförderung“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Grazer fest. Der Autofuhrpark mit 23 Fahrzeugen ist zur Gänze elektrifiziert. Am Firmenparkplatz gibt es 19 Ladepunkte, gespeist mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage oder durch Ökostrom von den Stadtwerken Amstetten. Zudem stehen für Dienstfahrten vier Elektrofahrräder, zwei herkömmliche Fahrräder und vier E-Scooter zur Verfügung. Fünf Elektroautos können die Beschäftigten als Sharing-Fahrzeuge auch privat nutzen. LH-Stv. Stephan Pernkopf, Rudolf Wroblewski (ÖBB-Infrastruktur), VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber und VCÖ-Sprecher Christian Gratzer überreichten den VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich an Wolfgang Voglauer, den Geschäftsführer von IKW ZT.

Kinder- und Jugendmobilitätskonzept von Wiener Neudorf als vorbildliches Projekt prämiert

Von links nach rechts: Christian Gratzer (VCÖ), LH-Stv. Stephan Pernkopf, Bürgermeister Herbert Janschka, Vizebürgermeister Norman Pigisch, Rudolf Wroblewski (ÖBB-Infrastruktur AG), VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber

Die Marktgemeinde Wiener Neudorf setzt zahlreiche Maßnahmen, damit Kinder und Jugendliche sicher, selbstständig und umweltfreundlich mobil sein können. Neue Geh- und Radwege, sichere Querungen und gute Sichtbeziehungen machen die Schulwege sicherer, bei Schulen und Kindergärten wurde die Zahl der Abstellplätze für Roller und Fahrräder deutlich erhöht, für Kinder der vierten Volksschulklasse gibt es Workshops, in denen den Kindern die sichere Nutzung des Öffentlichen Verkehrs, das Lesen von Fahrplänen sowie sichere Schulwege zu Fuß oder mit dem Rad zur weiterführenden Schule näher gebracht werden. Wr. Neudorf möchte ein kind- und jugendgerechtes Verkehrssystem umsetzen. Kindgerechte Mobilität ist barrierefreie Mobilität. Was für Kinder funktioniert, hilft auch Menschen mit Kinderwagen oder Rollator. Wenn Kinder gerne gehen, Rad fahren und öffentliche Verkehrsmittel nutzen, wird die Zahl der Elterntaxis reduziert und Kinder und Jugendliche bekommen regelmäßig eine Portion gesunde Bewegung. Die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis NÖ nahmen Bürgermeister Herbert Janschka und Vizebürgermeister Norman Pigisch von LH-Stv. Stephan Pernkopf, Rudolf Wroblewski (ÖBB-Infrastruktur), VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber und VCÖ-Sprecher Christian Gratzer entgegen.

Stadtbus Amstetten als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis NÖ ausgezeichnet

V. l. n. r.: Anton Pichler (N-Bus), Christian Gratzer (VCÖ), LH-Stv. Stephan Pernkopf, Nina Godderidge (Stadtwerke Amstetten), Vizebürgermeister Markus Brandstetter, VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber, Rudolf Wroblewski (ÖBB-Infrastruktur AG)

In Amstetten fahren seit Juli 2025 statt Dieselbusse Elektrobusse, die mit regional produziertem Ökostrom betrieben werden. „Früher bedeutete jeder gefahrene Kilometer einen Abfluss von kommunalem Budget für fossile Treibstoffimporte ins Ausland, heute bleibt die Wertschöpfung in der Region“, heißt es von der Stadt Amstetten. Zusätzlich sind die Elektrobusse leiser und verursachen keine Abgase, was für die Anrainerinnen und Anrainer sehr positiv ist. Die Umstellung von Diesel auf erneuerbaren Strom vermeidet pro Jahr 190.000 Kilogramm klimaschädliches CO2. Die Niederflurbusse sind barrierefrei, im Innenraum gibt es Platz für Rollstühle, Kinderwagen und Rollator. Zusätzlich wurde mit der Umstellung auf Elektrobusse das Angebot ausgeweitet. Es gibt nun sieben Linien, auf den drei Hauptrouten verkehren die Busse zur Hauptverkehrszeit im 20-Minuten-Takt. LH-Stv. Stephan Pernkopf, ÖBB, VOR und VCÖ überreichten die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis NÖ an Vizebürgermeister Markus Brandstetter und Nina Godderidge von den Stadtwerken Amstetten.

Der renommierte VCÖ-Mobilitätspreis NÖ wird vom VCÖ in Kooperation mit den ÖBB durchgeführt und vom Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) unterstützt und stand heuer unter dem Motto „nachhaltig.effizient.innovativ“. „Wenn wir die Effizienz im Verkehrssystem erhöhen, dann reduzieren wir die Staus auf den Straßen, den Spritverbrauch und damit die Spritkosten und verbessern die Luftqualität und die Umweltbilanz der Mobilität. Mit innovativen Ansätzen können wir das erreichen und die Mobilität der Bevölkerung nachhaltig verbessern, wie auch die drei beim VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich prämierten Projekte zeigen“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. Beim VCÖ-Mobilitätspreis NÖ wurden heuer beeindruckende 48 Projekte eingereicht.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Die ausgezeichneten Projekte zeigen: Wenn wir mit innovativen Ideen und Maßnahmen den Energieverbrauch und die Kosten minimieren bzw. die Sicherheit erhöhen, dann hilft das der Umwelt und macht das tägliche Leben der Menschen leichter und besser.“

„Der VCÖ-Mobilitätspreis zeigt, wie viel Innovationskraft in Niederösterreichs Mobilitätssektor steckt“, so Rudolf Wroblewski von der ÖBB-Infrastruktur AG. VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber: „Die Projekte schaffen konkrete Verbesserungen für die Menschen vor Ort und verdeutlichen, wie viel Engagement in Niederösterreich für eine nachhaltige Mobilität vorhanden ist.“

 

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