VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich
VCÖ-Mobilitätspreis NÖ für Mobilitätsmanagement von Welser Profile Austria
Der VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich 2025 geht an Welser Profile Austria für das betriebliche Mobilitätsmanagement. Der renommierte VCÖ-Mobilitätspreis stand heuer unter dem Motto „Zukunftsfit für Stadt und Land“. Zudem wurden zwei weitere vorbildliche Projekte von VCÖ, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, ÖBB und VOR ausgezeichnet: Die Marktgemeinde Kottingbrunn für die umfassende Verkehrsberuhigung und die Errichtung eines Erlebnisweges bei der Volksschule Kottingbrunn sowie die Gebrüder Weiss für den Einsatz von zwölf großen Elektro-Lkw, die Diesel-Lkw ersetzen.
Seit dem Jahr 2023 setzt Welser Profile Maßnahmen, damit mehr Beschäftigte umweltverträglich zur Arbeit kommen. Bereits mehr als 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben geförderte Leasingräder, als Anreiz mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Es gibt geförderte Jobtickets für den Öffentlichen Verkehr. Der Werksverkehr setzt sechs Elektrobusse ein, insbesondere auch für Lehrlinge. Damit wird auch ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet. Die Zahl der Beschäftigten, die mit dem Bus zur Arbeit kommen, hat sich verdoppelt. Parkraummanagement wurde eingeführt, der eigene Fuhrpark wird sukzessive auf E-Fahrzeuge umgestellt, die Umweltbilanz der Dienstreisen wird verbessert, eine eigene App motiviert zu umweltverträglicher Mobilität. Und: Seit heuer gibt es auch eine eigene Organisationseinheit „Mobility Services“, die das Mobilitätsmanagement weiter entwickelt und Anlaufstelle für Beschäftige ist. LH-Stv. Stephan Pernkopf, VCÖ, ÖBB und VOR überreichten den VCÖ-Mobilitätspreis Niederösterreich an Heimo Semmelweis, den Leiter des Mobility Services von Welser Profile.
Erlebnisweg der Volksschule Kottingbrunn als vorbildliches Projekt prämiert
Früher gab es vor der Volksschule durch die Elterntaxis ein Verkehrschaos mit immer wieder gefährlichen Situationen. Die Straße zur Schule war sehr breit, der Gehsteig sehr schmal. Seit Herbst 2024 gibt es eine Schulstraße, der Bereich vor der Schule ist in der Früh zu Schulbeginn autofrei. Es führt nun ein Radweg zur Schule, der Gehweg wurde verbreitert, entlang der Straße wurden Bäume gepflanzt und die letzten 100 Meter vor dem Schuleingang gibt es einen Erlebnisweg mit Spiel- und Bewegungsstationen. Statt Verkehrsstress sorgen nun eine begrünte Parkanlage mit Bäumen und versickerungsfähige Stellplätze für ein angenehmes Umfeld. Die Zahl der Elterntaxis ist zurückgegangen. Neben der Volksschule befinden sich Fußball- und Sportplätze. Die Vereine sowie Zuschauerinnen und Zuschauer profitieren ebenfalls vom neuen Radweg und breiterem Gehweg. Die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis NÖ nahm Bürgermeister Christian Macho von LH-Stv. Stephan Pernkopf, Herbert Janka (ÖBB-Infrastruktur), VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber und VCÖ-Sprecher Christian Gratzer entgegen.
Gebrüder Weiss für Einsatz von Elektro- statt Diesel-Lkw ausgezeichnet
Nicht nur bei Pkw, auch bei Lkw ist die Zukunft elektrisch. Die Gebrüder Weiss ersetzen zwölf Diesel-Lkw durch große Elektro-Lkw und werden damit künftig 4.400 Tonnen CO2 pro Jahr vermeiden. Die batteriebetriebenen Lkw haben eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern pro Tag und werden künftig zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie gespeist, nämlich mit dem Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage. Drei Elektro-Lkw sind bereits im Einsatz, die weiteren folgen in den kommenden Wochen. Die Inbetriebnahme der Gesamtflotte ist bis Jahresende geplant. Die E-Lkw werden zwischen den wichtigsten Speditionsstandorten der Gebrüder Weiss, darunter Maria Lanzendorf, unterwegs sein. An den betroffenen Standorten wird eine leistungsstarke Schnellladeinfrastruktur errichtet. Die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis NÖ nahm Jürgen Bauer, der Vorsitzende der Geschäftsleitung von Gebrüder Weiss, von LH-Stv. Stephan Pernkopf, Herbert Janka (ÖBB-Infrastruktur), VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber und VCÖ-Sprecher Christian Gratzer entgegen.
„Die Mobilität der Zukunft muss den Herausforderungen in urbanen Zentren und ländlichen Räumen gleichermaßen gerecht werden. Wenn wir die Mobilität nachhaltig verbessern, es mehr Öffentlichen Verkehr und mehr Sharing-Angebote gibt, die Infrastruktur für das Gehen und Radfahren ausgebaut wird, dann verringern wir nicht nur den Energieverbrauch, die Emissionen, den Lärm und die Staus, sondern machen die Mobilität für die Bevölkerung auch kostengünstiger und gesünder“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer zum Motto des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreises Niederösterreich, „Zukunftsfit für Stadt und Land“, fest.
Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Zukunftsfit für Stadt und Land heißt für uns in Niederösterreich: saubere Luft, sorgsamer Umgang mit dem Boden und Strom aus Erneuerbarer Energie. Neue Daten zeigen: In Niederösterreich sind die CO₂-Emissionen in den vergangenen 20 Jahren um fast 40 Prozent gesunken und die Feinstaubbelastung sogar um 50 Prozent! Wir schützen die Umwelt und unsere Heimat. Auch die heute ausgezeichneten Projekte zeigen, dass Klimaschutz nicht durch Verbote, sondern mit klugen Ideen und Innovation gelingt – und dabei gleichzeitig die Lebensqualität der Menschen und die Zukunft unserer Kinder verbessert.“
„Als ÖBB sind wir eines der größten Klimaschutzunternehmen in Österreich. Gemeinsam mit unseren Partnern, dem Land Niederösterreich, dem VCÖ und dem VOR ist es unser Ziel, für eine nachhaltige Mobilitätswende zu sorgen. Deshalb unterstützen wir auch heuer wieder gerne den VCÖ-Mobilitätspreis, der innovative Projekte in diesem Bereich vor den Vorhang holt“, so Friedrich Janka von der ÖBB-Infrastruktur AG.
VOR-Geschäftsführer Alexander Schierhuber betont: „Zukunftsfit wird der Öffentliche Verkehr dort, wo digitale Services, aufeinander abgestimmte Strukturen und regionale Angebote intelligent in einem funktionierenden Gesamtsystem zusammenspielen. Genau das treiben wir im Verkehrsverbund Ost-Region gemeinsam mit unseren Partnern jeden Tag voran.“
Der VCÖ bietet eine kostenlose Online-Projektdatenbank an, in der bereits mehr als 2.500 vorbildliche Mobilitätsprojekte zugänglich sind. Hier können sich Schulen, Gemeinde, Städte, Betriebe, Tourismusregionen oder auch Wohnbauträger Anregungen holen können, wie Verkehrsprobleme klimaverträglich gelöst werden können.
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