VCÖ-Mobilitätspreis Oberösterreich

Sujet VCÖ-Mobilitätspreis 2026

Elektro-Lkw statt Diesel: VCÖ-Mobilitätspreis OÖ für Schachinger Logistik

V. li. n. re.: Christian Gratzer (VCÖ), Eva Hackl (Regionalmanagerin ÖBB), Michael Spitzbart (Powerlink), Sebastian Wöhrnschiml (Powerlink), Nikolaus Skarabela (Schachinger), Ehrenfried Werderits (GF Schachinger), Landesrat Günther Steinkellner

Der diesjährige VCÖ-Mobilitätspreis Oberösterreich geht an Schachinger Logistik für die Umstellung auf Elektro-Lkw und den Aufbau eines intelligenten Lade- und Speichersystems. Zudem wurden zwei weitere vorbildliche Projekte von VCÖ, Landesrat Günther Steinkellner und ÖBB ausgezeichnet. Die Johannes Kepler Universität Linz für ein umfassendes Mobilitätsmanagement und die Schiene OÖ für den TramTrain, der ab dem Jahr 2027 in Oberösterreich fahren wird.

Schachinger Logistik möchte bis zum Jahr 2030 seinen Lkw-Fuhrpark zur Gänze auf Elektro-Lkw umstellen. Schon jetzt hat Schachinger 30 Elektro-Lkw, die im Vorjahr in Summe rund zweieinhalb Millionen Kilometer gefahren sind. Bis zum Jahr 2030 sollen es 100 Elektro-Lkw und 200 Elektro-Transporter sein. Um in der Energieversorgung unabhängig zu werden, werden die PV-Anlagen weiter ausgebaut und ein intelligentes Lade- und Speichersystem aufgebaut. Am Standort Hörsching steht das größte „Logistik Batterie Speichersystem“ Europas, das den tagsüber erzeugten überschüssigen Sonnenstrom speichert. In der Nacht werden damit die Lkw geladen. „Statt teuer importiertes Erdöl wird lokal produzierter Sonnenstrom getankt. Die Wertschöpfung fließt nicht ins Ausland, sondern bleibt in der Region“, weist VCÖ-Sprecher Christian Gratzer auf einen weiteren Vorteil hin. Landesrat Günther Steinkellner, VCÖ-Sprecher Christian Gratzer und ÖBB-Regionalmanagerin Eva Hackl überreichten den VCÖ-Mobilitätspreis OÖ an den Geschäftsführer von Schachinger Logistics, Ehrenfried Werderits, und Michael Spitzbart von Powerlink.

„Innovation im Verkehr ist dann erfolgreich, wenn sie in der Praxis funktioniert und einen konkreten Mehrwert bringt. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie sich Effizienz, moderne Technik und wirtschaftliche Vernunft sinnvoll miteinander verbinden lassen“, so Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner.

Mobilitätsmanagement der JKU Linz als vorbildliches Projekt prämiert

V. li. n. re.: Christian Gratzer (VCÖ), Eva Hackl (Regionalmanagerin ÖBB-Personenverkehr AG), Alexander Freischlager (JKU), Maria Buchmayr (JKU), Landesrat Günther Steinkellner

Die Johannes Kepler Universität Linz setzt seit März 2024 Maßnahmen für betriebliches Mobilitätsmanagement um. So wurde eine Pave Commute App eingeführt, über die es Gutscheine und Gewinnspiele für alle Beschäftigten und Studierenden gibt, die mit dem Öffentlichen Verkehr, dem Fahrrad, zu Fuß oder in Fahrgemeinschaften zur JKU kommen. Dadurch konnten die Emissionen im Jahr 2024 gegenüber dem Jahr 2023 um 170.000 Kilogramm reduziert werden. Die Autoparkplätze wurden in der Vergangenheit mit rund 400.000 Euro pro Jahr gefördert. Seit März 2026 gibt es dafür keine Förderung mehr. Stattdessen erhält jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin eine Mobilitätsförderung in der Höhe von 120 Euro. Dieser zusätzliche Anreiz, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Uni zu fahren, wirkt. Es wurden um ein Fünftel weniger Semesterparktickets beantragt. Die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Oberösterreich nahmen Vizerektor Alexander Freischlager und die Leiterin der Stabsstelle Nachhaltigkeit Maria Buchmayr von Landesrat Günther Steinkellner, VCÖ und ÖBB entgegen.

TramTrain als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis OÖ ausgezeichnet

V. li. n. re.: Christian Gratzer (VCÖ), Eva Hackl (Regionalmanagerin ÖBB-Personenverkehr AG), Sonja Wiesholzer (GF Schiene OÖ), Günter Neumann (GF Stern & Hafferl), Landesrat Günther Steinkellner

Der TramTrain kombiniert die Flexibilität einer Straßenbahn mit den Stärken einer Eisenbahn. Damit ist er das perfekte Fahrzeug für die Regional-Stadtbahn Linz, die das Mühlviertel direkt mit dem Linzer Hauptbahnhof verbinden wird. Schon jetzt wurden im Rahmen eines internationalen Beschaffungskonsortiums 20 TramTrain-Fahrzeuge für Oberösterreich bestellt, was die Kosten erheblich reduziert. Das erste TramTrain-Fahrzeug wird seit März 2026 in Österreich getestet und voraussichtlich im nächsten Jahr auf der LILO zum Einsatz kommen. Die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Oberösterreich nahmen Sonja Wiesholzer, die Geschäftsführerin von Schiene OÖ, und Günter Neumann, der Geschäftsführer von Stern & Hafferl, entgegen.

„Nachhaltige Mobilität entsteht dort, wo Menschen attraktive Alternativen zum Auto erhalten und gleichzeitig innovative Lösungen im Güterverkehr vorangetrieben werden. Die heute ausgezeichneten Projekte zeigen, wie durch Zusammenarbeit, Mut zu neuen Wegen und gezielte Investitionen die Mobilität der Zukunft gestaltet werden kann. Gerade der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und intelligenter Mobilitätsangebote sind wesentliche Bausteine für eine lebenswerte und wirtschaftlich starke Region“, sagt Eva Hackl, Regionalmanagerin ÖBB-Personenverkehr.

Der VCÖ-Mobilitätspreis Oberösterreich wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Oberösterreich und den ÖBB durchgeführt und vom Verkehrsverbund Oberösterreich unterstützt.

Der VCÖ bietet eine kostenlose Online-Projektdatenbank an, in der bereits mehr als 3.000 vorbildliche Mobilitätsprojekte zugänglich sind.

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Ausgezeichnete Projekte

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