VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg
VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg für Lungau-Takt und Lungau-Shuttle
Den VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg gewinnt heuer der Lungau-Takt und das Lungau-Shuttle, die das öffentliche Verkehrsangebot im Bezirk Tamsweg verbessern. Zudem wurden beim VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg das Mobilitätsmanagement von Blizzard in Mittersill und der Nutzfahrzeuglogistiker VEGA für Innovationen zur Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene als vorbildliche Projekte ausgezeichnet. Der renommierte VCÖ-Mobilitätspreis stand heuer unter dem Motto „nachhaltig.effizient.innovativ“.
Lungautakt und Lungau-Shuttle gewinnen VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg
Das Öffentliche Verkehrsangebot für den rund 1.000 Quadratkilometer großen und mit 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner dünn besiedelten Bezirk Tamsweg wurde mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 verbessert. Die Taktungen wurden verbessert, die Schi- und Tälerbusse in den Takt integriert, die Schnellverbindungen nach Salzburg ausgeweitet, eine Anbindung nach Kärnten an die Koralmbahn geschaffen und ein flächendeckendes, nachfrageorientiertes Mikro-ÖV-System umgesetzt. Damit sind alle 15 Gemeinden des Lungaus an den Öffentlichen Verkehr angebunden. Zudem wurde die Nightline Lungau langfristig abgesichert. Seit Dezember waren bereits rund 12.000 Fahrgäste mit dem Lungau-Shuttle unterwegs, weitere rund 3.400 mit der Nightline. Markus Schaflechner, der Geschäftsführer des Regionalverbands Lungau, und Georg Macheiner, Manager der Klima- und Energiemodellregion Lungau, nahmen den VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg von VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk, Ralf Kühn vom Land Salzburg in Vertretung von LH-Stv. Stefan Schnöll und ÖBB-Regionalmanager André Fattome entgegen.
Mobilitätsmanagement von Blizzard als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg prämiert
Blizzard bietet seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort Mittersill seit vier Jahren die Möglichkeit eines steuerlich begünstigten Dienstradleasings an. Bereits jeder Fünfte der rund 230 Beschäftigten nutzt diese Möglichkeit. Es besteht eine Kooperation mit dem regionalen Fahrradhandel, womit die regionale Wertschöpfung gestärkt wird. Das Unternehmen verbindet nachhaltige Mobilität und Gesundheitsförderung. „In Salzburg haben viele einen Arbeitsweg in Radfahrdistanz. Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, kommt regelmäßig auf eine gesunde Portion Bewegung, verbrennt Kalorien statt Treibstoff und spart damit in Zeiten steigender Spritpreise viel Geld“, weist VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk auf die Vorteile für die Beschäftigten hin. Zahlreiche Studien zeigen, dass auch die Unternehmen einen Nutzen haben: Radfahren zur Arbeit reduziert die Zahl der Krankenstände. VCÖ, Land Salzburg und ÖBB überreichten die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg an Ben Huber von Blizzard.
Verlagerung von Gütern auf die Schiene als vorbildliches Projekt ausgezeichnet
Nicht kranbare und gummibereifte Fahrzeuge kranbar machen und damit auf die Schiene bringen. Das hat der Nutzfahrzeuglogistiker VEGA mit Sitz in Salzburg mit dem r2L connector geschafft. Dank einer Tragekonstruktion aus Stahl können Sattelzugmaschinen, Trailer oder Land- und Baumaschinen auf Terminals mit der dort vorhandenen Infrastruktur auf die Schiene gebracht werden. Für die Fahrt zu den Terminals setzt VEGA bereits 24 Elektro-Lkw ein. Die Verlagerung auf die Schiene entlastet die Straßen, reduziert CO2-Emissionen, Abgas und Lärm. Und bringt einen weiteren Vorteil: Für die Zukunft rechnen Fachleute mit einem Mangel an Lkw-Lenkenden. Müssen nur noch regionale Verteilerfahrten mit dem Lkw durchgeführt werden, steigt durch geregelte Arbeitszeiten und Wochenenden bei der Familie statt auf einem Rastplatz die Attraktivität des Jobs als Lkw-Fahrer bzw. Lkw-Fahrerin. VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk, Ralf Kühn vom Land Salzburg und ÖBB-Regionalmanager André Fattome überreichten die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg an den CFO von VEGA, Thomas Mackinger, und an die Leiterin der Kundenbetreuung, Tamara Blum.
Verkehrsplaner Ralf Kühn dazu aus Sicht des Landes Salzburg: „Die sehr hohe Taktdichte im Regionalverkehr wie beim Lungau Takt und Mobilitätsangebote wie das mittlerweile bestens etablierte Mikro-ÖV- System mit dem „Lungau Shuttle“ hat das Land Salzburg in allen Bezirken ausgerollt. Tatsächlich sind die Rückmeldungen aus der Bevölkerung äußerst positiv.“
André Fattome, Regionalmanager der ÖBB-Personenverkehr AG in Salzburg: „Die ausgezeichneten Projekte zeigen die Innovationskraft in Salzburg. Sie tragen dazu bei, Mobilitätsangebote weiterzuentwickeln. Als ÖBB freuen wir uns, gemeinsam mit dem VCÖ und dem Land Salzburg Initiativen sichtbar zu machen und damit Impulse für die Mobilität in Salzburg zu setzen.“
Der VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Salzburg und den ÖBB durchgeführt und von den Salzburg Linien unterstützt.
Der VCÖ bietet eine kostenlose Online-Projektdatenbank an, in der bereits mehr als 3.000 vorbildliche Mobilitätsprojekte zugänglich sind.
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