VCÖ-Mobilitätspreis Tirol

Sujet VCÖ-Mobilitätspreis 2026

VCÖ-Mobilitätspreis Tirol für Mobilitätsmanagement der Tirol Kliniken

Von links nach rechts: Michael Schwendinger (VCÖ - Mobilität mit Zukunft), Landesrat René Zumtobel, Stefan Deflorian (Geschäftsführer Tirol Kliniken), Fabian Rohrer (Projektverantwortlicher Tirol Kliniken), Michael Mangeng (ÖBB Infrastruktur AG)

Der VCÖ-Mobilitätspreis Tirol 2026 geht an die Tirol Kliniken für ihr umfassendes betriebliches Mobilitätsmanagement.  Der renommierte VCÖ-Mobilitätspreis stand heuer unter dem Motto „nachhaltig.effizient.innovativ“. Zudem wurden die Ostertag Architects für die Gestaltung des neuen Bahnhofs Fritzens-Wattens sowie die Stadt Innsbruck für die Neugestaltung des Bozener Platzes als vorbildliche Projekte beim VCÖ-Mobilitätspreis Tirol von Landesrat René Zumtobel, VCÖ und ÖBB ausgezeichnet.

Die Tirol Kliniken haben für ihre 9.000 Beschäftigten an mehreren Standorten ein Bündel an Maßnahmen umgesetzt, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter effizienter und umweltverträglicher zur Arbeit kommen und ein Beitrag zur Gesundheitsförderung geleistet wird. Als Anreiz vom Auto auf den Öffentlichen Verkehr umzusteigen, wird das Klimaticket Tirol zur Verfügung gestellt. Bereits 5.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen das Angebot, das nicht nur auf den Arbeitsweg positiv wirkt, sondern auch auf die Freizeitwege. Fast 1.800 Beschäftigte nutzen das Leihradsystem Innsbruck. Auch die Möglichkeit, ein steuerbegünstigtes Jobrad zu leasen, wird von vielen genutzt. Zusätzliche Radabstellanlagen wurden errichtet und sind gut ausgelastet. Die Radverbindung zum LKH Innsbruck wurde in Kooperation mit der Stadt Innsbruck verbessert. Auch das Corporate Carsharing wurde ausgeweitet, durch die Digitalisierung des Buchungsprozesses kann es auch am Wochenende einfach genutzt werden. Und die Tirol Kliniken haben bereits im Jahr 2016 begonnen, ihre Dienstwagenflotte sukzessive zu elektrifizieren.

Landesrat René Zumtobel, VCÖ-Experte Michael Schwendinger und Michael Mangeng (ÖBB-Infrastruktur) überreichten den VCÖ-Mobilitätspreis Tirol an Stefan Deflorian, den kaufmännischen Geschäftsführer der Tirol Kliniken sowie an den Projektverantwortlichen Fabian Rohrer.

Ostertag Architects für neuen Bahnhof Fritzens-Wattens ebenfalls beim VCÖ-Mobilitätspreis Tirol prämiert

V li: Michael Schwendinger(VCÖ), Harald Schreyer(ÖBB), Thomas Gstreinthaler(Bernard Gruppe), LR René Zumtobel, Markus Ostertag(GF) & Daniel Cranach(PL)(ostertag ARCHITECTS), Lukas Schmied(Bgm Wattens), Markus Freimüller(Bgm Fritzens), Michael Mangeng(ÖBB)

Der neue Bahnhof Fritzens-Wattens besticht durch seine innovative architektonische Gestaltung. Er ist eine multimodale Mobilitätsdrehscheibe, der die verschiedenen Formen der Mobilität optimal miteinander verknüpft und das Konzept der kurzen Wege beherzigt. So liegen zwischen der Fahrradabstellanlage für 160 Fahrräder und dem Bahnsteig nur 200 Meter. Das Busterminal ist am Parkdeck angedockt und die Bahnsteige sind witterungsgeschützt erreichbar. Eine neue Rad- und Fußgängerbrücke macht nicht nur den Bahnhof gut zu Fuß und mit dem Fahrrad erreichbar, sondern verbindet auch verkehrsberuhigt Fritzens und Wattens. Das Prinzip „Design for all“ wurde konsequent umgesetzt, das barrierefreie Gesamtkonzept umfasst vier Aufzüge und ein taktiles Leitsystem. Der Bahnhof ist für Nah- und Regionalzüge konzipiert und ist zugleich das Tor zum künftigen Brennerbasistunnel und zu internationalen Verbindungen.

Die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Tirol nahmen für Ostertag Architects Projektleiter Markus Ostertag und Teamleiter Daniel Cranach entgegen.

Auch die Neugestaltung des Bozener Platzes in Innsbruck als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Tirol ausgezeichnet

Von links nach rechts: Michael Schwendinger (VCÖ - Mobilität mit Zukunft), Landesrat René Zumtobel, Stadträtin Mariella Lutz, Stadträtin Janine Bex, Michael Mangeng (ÖBB Infrastruktur AG)

Mehr Platz und bessere Bedingungen für aktive Mobilität zu Fuß und mit dem Fahrrad, weniger Lärm und Abgase durch den Kfz-Verkehr und mehr Grün und Schatten durch Begrünung. Das bietet der neugestaltete Bozener Platz. Die südliche Wilhelm-Greil-Straße wurde für den Autodurchzugsverkehr gesperrt, eine verkehrsberuhigte Begegnungszone umgesetzt. 31 große Bäume wurden im Schwammstadtprinzip gepflanzt, das heißt mit viel Platz für die Wurzeln und einem Boden, in dem viel Regenwasser versickern kann. Wasserflächen und versickerungsoffene Bereiche sorgen für weitere Kühlung. Der Anteil der unversiegelten Fläche wurde auf 43 Prozent erhöht. Damit ist der Bozener Platz keine Durchzugstraße mehr, sondern ein angenehmer Aufenthaltsort. für die Bevölkerung.

Landesrat René Zumtobel, VCÖ-Experte Michael Schwendinger und Michael Mangeng (ÖBB-Infrastruktur) überreichten die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Tirol an die zuständige Stadträtin Mariella Lutz.

„Wenn wir die Effizienz im Verkehrssystem erhöhen, dann reduzieren wir die Staus auf den Straßen, den Spritverbrauch und damit die Spritkosten und verbessern die Luftqualität und die Umweltbilanz der Mobilität. Mit innovativen Ansätzen können wir das erreichen und die Mobilität der Bevölkerung nachhaltig verbessern, wie auch die drei Projekte zeigen, die wir heute beim VCÖ-Mobilitätspreis Tirol auszeichnen“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger zum diesjährigen Motto des VCÖ-Mobilitätspreises fest. Der VCÖ-Mobilitätspreis Tirol wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Tirol und den ÖBB durchgeführt.

Der VCÖ bietet eine kostenlose Online-Projektdatenbank an, in der bereits mehr als 3.000 vorbildliche Mobilitätsprojekte zugänglich sind. Hier können sich Schulen, Gemeinde, Städte, Betriebe, Tourismusregionen oder auch Wohnbauträger Anregungen holen können, wie Verkehrsprobleme klimaverträglich gelöst werden können.

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Ausgezeichnete Projekte

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