VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg

Sujet VCÖ-Mobilitätspreis 2026

VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg für 10-Minuten-Takt beim Landbus Unterland

V. li. n. re.: Michael Mangeng (ÖBB Infrastruktur AG), Landesstatthalter Christof Bitschi, Michael Stabodin (GF Landbus Unterland), Thomas Fussenegger (Vorstandsmitglied Landbus Unterland/Stadtrat Hohenems), Michael Schwendinger (VCÖ)

Der VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg 2026 geht an den Landbus Unterland für die Umsetzung des 10-Minuten-Takts auf Hauptstrecken. Der renommierte VCÖ-Mobilitätspreis stand heuer unter dem Motto „nachhaltig.effizient.innovativ“. Zudem wurden als vorbildhafte Projekte beim VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg das VMOBIL Rad Dornbirn und der neugestaltete Gmuondsplatz Egg von Landesstatthalter Christof Bitschi, VCÖ und ÖBB ausgezeichnet. Einen Sonderpreis erhielt zudem der neue Dorfplatz Hittisau.

Seit dem Fahrplanwechsel im vergangenen Dezember gibt es beim Landbus Unterland auf den Hauptstrecken einen 10-Minuten-Takt. Erreicht wurde das, indem Linien gezielt überlagert wurden. Zusätzlich wurden neue Direktverbindungen eingeführt, wodurch sich die Fahrzeit für die Fahrgäste verkürzt hat, beispielsweise auf der Strecke Altach – Bregenz um bis zu 15 Minuten. Da alle zehn Minuten ein Bus kommt, brauchen sich Fahrgäste ähnlich wie bei der U-Bahn, keinen Fahrplan zu merken. Es werden barrierefreie Elektro-Gelenkbusse eingesetzt, mit mehr Platz, auch für Kinderwagen, Rollstuhl, Rollator oder Falträder. Das verbesserte Angebot kommt bei den Fahrgästen sehr gut an: Täglich sind nun im Schnitt 3.000 Fahrgäste mehr mit den Bussen unterwegs als zuvor. Am Bahnhof Dornbirn erreichen die Busse eine Tagesfrequenz von beeindruckenden rund 30.000 ein- und aussteigenden Fahrgästen. Bereits 67 Prozent der vom Landbus Unterland eingesetzten Busse sind Elektrobusse, die leise und abgasfrei sind. Bis zum Jahr 2028 soll der Anteil auf 80 Prozent erhöht werden.

Landesstatthalter Christof Bitschi, VCÖ-Experte Michael Schwendinger und Michael Mangeng von der ÖBB-Infrastruktur überreichten den VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg an Stefan Übelhör, Obmann des Landbus Unterland und Bürgermeister von Höchst, sowie an Thomas Fussenegger, Stadtrat von Hohenems und Vorstandsmitglied beim Landbus Unterland.

Gmuondsplatz Egg als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg prämiert

V. li. n. re.: Michael Mangeng (ÖBB Infrastrukur AG), Landesstatthalter Christof Bitschi, Marc Meusburger (Bgm Marktgemeinde Egg), Gudrun Sturn (Landschaftsarchitektin), Alexander Kuhn (Verkehrsingenieure Besch & Partner), Michael Schwendinger (VCÖ)

Die Gemeinde Egg hat im Jahr 2024 ihr Ortszentrum umfassend verkehrsberuhigt und den Dorfplatz mit Bäumen und Begrünung klimafit neu gestaltet. Die drei im Zentrum zusammenlaufenden Landesstraßen L26, L29 und L200 wurden zu Tempo-30-Zonen, wodurch die Verkehrssicherheit erhöht und die Lärmbelastung reduziert wurde. Der Dorfplatz war früher ein Parkplatz für Autos, heute ist er nach der Umgestaltung ein beliebter Treffpunkt für die Bevölkerung. Verkehrsberuhigung belebt den Ort und erhöht die Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg nahm Bürgermeister Marc Meusburger entgegen.

Auch das VMOBIL Rad Dornbirn als vorbildliches Projekt ausgezeichnet

V. li. n. re.: Elisabeth Mair (Stadt Dornbirn), Heidrun Stoiser (VVV), Daniela Vogel (Kaplan Bonetti), Reinhold Schneeweiss (Kaplan Bonetti), Markus Fäßler (Bgm Stadt Dornbirn), Sofie Bayer (Fachhochschule Vorarlberg), Brigitte Hardt (Highmatrausch)

Seit dem 20. Mai gibt es in Dornbirn das erste Leihradsystem in Vorarlberg. Rund 100 Fahrräder stehen an 21 Stationen im gesamten Stadtgebiet zur Verfügung, ab 6. September werden es 26 sein. Umgesetzt wurde es in Kooperation von Stadt und lokaler Wirtschaft. Das Leihradsystem ist in das bestehende Mobilitätssystem VMOBIL eingegliedert. Wer ein Klimaticket VMOBIL oder Klimaticket Österreich hat, erhält einen um 30 Prozent ermäßigten Tarif. Das Leihradsystem ergänzt optimal den Öffentlichen Verkehr, insbesondere für Pendlerinnen und Pendler ist es eine gute Möglichkeit beispielsweise die letzte Meile vom Bahnhof zum Arbeitsplatz mit dem Leihrad zu fahren. Und die 100-Tage-Bilanz zeigt, dass das VMOBIL Rad bei der Bevölkerung gut ankommt: Bereits 437 Personen haben das Angebot genutzt, es gab 1.420 Ausleihen. Und 1.142 Personen haben die VMOBIL Rad App.

Die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg nahmen die Projektverantwortlichen Heidrun Stoiser vom Verkehrsverbund Vorarlberg und Elisabeth Mair von der Stadt Dornbirn entgegen.

Sonderpreis für neugestalteten Dorfplatz von Hittisau

Im Vorjahr wurde der „Pop.up Dorfplatz Hittisau“ beim VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg als vorbildliches Projekt ausgezeichnet. Mittlerweile wurde aus einer temporären Maßnahme ein dauerhaft neugestalteter Dorfplatz. Der bisher als Parkplatz genutzte Dorfplatz wurde auf einer Fläche von rund 570 Quadratmetern entsiegelt und mit Bäumen, Sitzgelegenheiten und Trinkbrunnen zu einem beliebten Aufenthaltsraum für die Bürgerinnen und Bürger umgestaltet. Zudem wurde rund um den Dorfplatz eine umfassende Verkehrsberuhigung umgesetzt, mit einer Begegnungszone auf dem Abschnitt der Landes- und Gemeindestraße rund um den Dorfplatz. „Weil aus einer temporären Maßnahme eine dauerhafte Lösung wurde, hat die Jury beschlossen, dass dieses Projekt auch heuer eine Auszeichnung verdient, und erhält daher einen Sonderpreis beim VCÖ-Mobilitätspreis 2026“, gratuliert VCÖ-Experte Michael Schwendinger.

Die Auszeichnung nahmen Bürgermeister Gerhard Beer, Vizebürgermeister Anton Gerbis und Caroline Jäger, Mitglied der Gemeindevertretung Hittisau, entgegen.

„Ein attraktiver öffentlicher Verkehr ist entscheidend für eine moderne und verlässliche Mobilität in Vorarlberg. Der 10-Minuten-Takt beim Landbus Unterland, das VMOBIL Rad Dornbirn und die neugestalteten Dorfplätze in Egg und Hittisau zeigen, wie innovative Lösungen den Alltag der Menschen erleichtern und gleichzeitig die Lebensqualität in unseren Gemeinden erhöhen“, betont Landesstatthalter Christof Bitschi.

„Wenn wir die Effizienz im Verkehrssystem erhöhen, dann reduzieren wir die Staus auf den Straßen, den Spritverbrauch und damit die Spritkosten und verbessern die Luftqualität und die Umweltbilanz der Mobilität. Mit innovativen Ansätzen können wir das erreichen und die Mobilität der Bevölkerung nachhaltig verbessern, wie auch die drei Projekte zeigen, die wir heute beim VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg auszeichnen“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger zum diesjährigen Motto des VCÖ-Mobilitätspreises fest. Der VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Vorarlberg und den ÖBB durchgeführt sowie von Rhomberg Bau und dem Verkehrsverbund Vorarlberg unterstützt.

„Vorarlberg zeigt sehr gut, worauf es bei zukunftsorientierter Mobilität ankommt: kurze Wege, starke Verbindungen und eine gute Verknüpfung von Bahn, Bus und Fahrrad. Deshalb unterstützen wir den VCÖ-Mobilitätspreis sehr gerne, weil er Projekte sichtbar macht, die genau diesen Weg vorzeigen“, so Michael Mangeng, ÖBB-Infrastruktur AG.

Der VCÖ bietet eine kostenlose Online-Projektdatenbank an, in der bereits mehr als 3.000 vorbildliche Mobilitätsprojekte zugänglich sind. Hier können sich Schulen, Gemeinde, Städte, Betriebe, Tourismusregionen oder auch Wohnbauträger Anregungen holen können, wie Verkehrsprobleme klimaverträglich gelöst werden können.

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Ausgezeichnete Projekte

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