VCÖ-Mobilitätspreis Wien
VCÖ-Mobilitätspreis Wien für Fahrradstraße Meiselstraße
Die Fahrradstraße Meiselstraße in Penzing und Rudolfsheim-Fünfhaus gewinnt den diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Wien. Zudem wurden zwei weitere vorbildliche Projekte von VCÖ, Stadträtin Ulli Sima und ÖBB ausgezeichnet: Das Projekt „Betriebliches Mobilitätsmanagement Wien 2026+“ der Wirtschaftskammer Wien, das Unternehmen bei der Umsetzung von Mobilitätsmanagement unterstützt und vernetzt sowie die Verlängerung der Straßenbahnlinie 18. Der renommierte VCÖ-Mobilitätspreis stand heuer unter dem Motto „nachhaltig.effizient.innovativ“.
Seit Herbst 2025 ist die Meiselstraße eine verkehrsberuhigte Fahrradstraße. Auf rund 900 Metern hat der Radverkehr hier Vorrang, zwei Abschnitte sind für den Durchzugsverkehr gesperrt. Gemeinsam mit dem Zweirichtungsradweg auf der Hütteldorfer Straße gibt es nun eine radfahrfreundliche Ost-West-Verbindung durch Rudolfsheim-Fünfhaus und Penzing. Zusätzlich wurde die Umgestaltung auch für Klimawandelanpassungsmaßnahmen genutzt: 60 Bäume wurden gepflanzt, 900 Quadratmeter begrünt und weitere 3.100 Quadratmeter entsiegelt. Der Schulvorplatz bei der Schule Lortzinggasse wurde autofrei und damit die Verkehrssicherheit für die Kinder erhöht.
Den VCÖ-Mobilitätspreis Wien nahmen Penzings Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner und der Bezirksvorsteher von Rudolfsheim-Fünfhaus, Dietmar Baurecht, von Stadträtin Ulli Sima, VCÖ-Sprecher Christian Gratzer und Christian Holzer (ÖBB-Infrastruktur) entgegen.
Projekt für mehr betriebliches Mobilitätsmanagement ausgezeichnet
Der Arbeitsweg ist der häufigste Mobilitätsgrund an Werktagen. Um Staus im Frühverkehr zu reduzieren, spielen Unternehmen eine zentrale Rolle. Sie können mit Mobilitätsmanagement wesentlich dazu beitragen, dass mehr Beschäftigte mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad oder in Fahrgemeinschaften zur Arbeit fahren.
Die Wirtschaftskammer Wien hat ein umfassendes Programm entwickelt, bei dem Unternehmen gemeinsam mit anderen Betrieben und in Begleitung von Expertinnen und Experten Maßnahmen für eine effizientere und nachhaltigere Mobilität am Arbeitsweg erarbeiten. Pro Jahrgang werden rund zehn Unternehmen intensiv betreut und unterstützt. Heuer sind es neun Unternehmen mit insgesamt 7.800 Beschäftigten. Als eine neue Maßnahme ist dabei beispielsweise das Projekt „FahrMit Inzersdorf“ als überbetriebliche Mitfahrbörse entstanden. Mitte August waren hier bereits 237 Nutzerinnen und Nutzer registriert, die gemeinsam fast 2.500 Autokilometer vermieden haben. Damit sich die betreuten Unternehmen auch künftig über betriebliches Mobilitätsmanagement austauschen können, wurde das regelmäßige Netzwerktreffen BMM-Klub etabliert, an dem bereits 75 Unternehmen teilnehmen.
Stadträtin Ulli Sima, VCÖ und ÖBB überreichten die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Wien an Andrea Faast und Christian Holzhauser von der Wirtschaftskammer Wien.
Verlängerung der Straßenbahnlinie 18 als vorbildliches Projekt prämiert
Wiens Straßenbahnnetz ist heute um 3,1 Kilometer länger als zu Jahresbeginn. Die Straßenbahnlinie 18 wurde von der U3-Station Schlachthausgasse bis zur U2-Station Stadion verlängert. Seit dem 5. September können Fahrgäste von der U6-Station Burggasse direkt zur U2-Station Stadion fahren. Der 18er bietet Umsteigemöglichkeiten zu fünf U-Bahnlinien. Vom Hauptbahnhof erreicht man die U2-Station Stadion mit der Linie 18 in 25 Minuten. Gleichzeitig wurde der Neubau auch für Klimawandelanpassungen im Straßenraum und für die Verbesserung der Radinfrastruktur genutzt. 200 neue Bäume wurden gepflanzt, mehr als 10.000 Quadratmeter begrünt und rund 2.150 Meter neue Radwege errichtet. Das Projekt wurde von den Wiener Linien und der MA 18 umgesetzt. Für die Wiener Linien nahmen Geschäftsführerin Alexandra Reinagl und Marlene Eistert und für die MA18 Abteilungsleiter Clemens Horak und Referatsleiterin Sarah Bittner-Krautsack die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Wien entgegen.
Beim VCÖ-Mobilitätspreis wurden heuer 75 Projekte aus Wien eingereicht, so viele wie in keinem anderen Bundesland. Der VCÖ-Mobilitätspreis Wien wird vom VCÖ in Kooperation mit der Stadt Wien und den ÖBB durchgeführt und von Gesiba und dem Verkehrsverbund Ost-Region VOR unterstützt.
„Herzliche Gratulation an alle Projektsieger! Natürlich freue ich mich besonders, dass heuer Projekte ausgezeichnet werden, bei denen wir als Stadt unmittelbar beteiligt sind. Seit vielen Jahren sind wir dabei, Wien nachhaltig klimafit zu machen und setzen dabei vor allem auf den Ausbau von Radwegen und Öffis. Mehr als 100 km neue Radwege haben wir in den letzten sechs Jahren bereits gebaut und drei neue Bimlinien auf Schiene gebracht - die klimafitte Fahrradstraße durch den 15. und 14. Bezirk ist dabei eines der Highlights unserer großen Radwegoffensive und die Verlängerung der Linie 18 schafft eine neue Öffiverbindung, die jährlich 1.300 Tonnen CO2 einspart!“, freut sich Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.
„Der VCÖ-Mobilitätspreis Wien zeigt eindrucksvoll, wie viele gute Ideen und konkrete Projekte es gibt, um Mobilität nachhaltiger, effizienter und innovativer zu gestalten. Als ÖBB unterstützen wir diese Auszeichnung sehr gerne, weil sie sichtbar macht, wie die Mobilitätswende gemeinsam mit starken Partnern und praxistauglichen Lösungen vorangebracht wird“, so Christian Holzer von der ÖBB-Infrastruktur AG.
Der VCÖ bietet eine kostenlose Online-Projektdatenbank an, in der bereits mehr als 3.000 vorbildliche Mobilitätsprojekte zugänglich sind.
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