Aus der Forschung - Astrid Gühnemann

Viele Argumente sprechen für Reduktion der Höchstgeschwindigkeit innerorts

Astrid Gühnemann, Leiterin des Instituts für Verkehrswesen, Universität für Bodenkultur Wien

„Für eine Reduktion der Höchstgeschwindigkeiten innerorts, aber auch auf Autobahnen und sonstigen Freilandstraßen sprechen viele Argumente: Geringere Geschwindigkeiten reduzieren Energieverbrauch, Anzahl und Schwere von Unfällen, Verkehrslärm und Emissionen von Treibhausgasen und anderen Schadstoffen. Tempo 30 statt 50 innerorts verringert den Geschwindigkeitsunterschied zwischen Autos und Öffis und dem Fahrrad und erhöht die empfundene Sicherheit der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Dies verbessert die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, macht aktive Mobilität attraktiver und trägt so zusätzlich zur Erreichung von Klimazielen und zur Verbesserung der Gesundheit bei. Daher fordern auch international zum Beispiel die Weltgesundheitsorganisation WHO und viele Kommunen bereits jetzt 30 Stundenkilometer als Regelgeschwindigkeit für lebenswerte Städte und Gemeinden.“

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VCÖ: Seniorinnen und Senioren in Vorarlberg radeln auf niederländischem Niveau

VCÖ (Wien, 30. September 2025) – Die Seniorinnen und Senioren in Vorarlberg sind auf 27 Prozent ihrer Alltagswege mit dem Rad mobil. Damit radeln sie nicht nur rund dreimal so viel wie der Österreich-Schnitt, sondern sogar etwas mehr als die Generation 65 plus in den Niederlanden, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. Fast die Hälfte der Strecken wird mit Elektrofahrrädern gefahren. Radfahren ist für ältere Menschen besonders gesund, beugt vielen Erkrankungen vor. Der zentrale Faktor für einen hohen Radverkehrsanteil bei Seniorinnen und Senioren ist eine gute, sichere Radinfrastruktur. In Österreich weisen Radwegenetze große Lücken auf. Der VCÖ fordert verstärkte Investitionen in Ausbau und Verbesserung der Radinfrastruktur.

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Aus der Praxis – Elke Fitz

Das Recht auf barrierefreie Mobilität und Wind im Haar.

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