Aus der Forschung - Astrid Gühnemann

Viele Argumente sprechen für Reduktion der Höchstgeschwindigkeit innerorts

Astrid Gühnemann, Leiterin des Instituts für Verkehrswesen, Universität für Bodenkultur Wien

„Für eine Reduktion der Höchstgeschwindigkeiten innerorts, aber auch auf Autobahnen und sonstigen Freilandstraßen sprechen viele Argumente: Geringere Geschwindigkeiten reduzieren Energieverbrauch, Anzahl und Schwere von Unfällen, Verkehrslärm und Emissionen von Treibhausgasen und anderen Schadstoffen. Tempo 30 statt 50 innerorts verringert den Geschwindigkeitsunterschied zwischen Autos und Öffis und dem Fahrrad und erhöht die empfundene Sicherheit der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Dies verbessert die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, macht aktive Mobilität attraktiver und trägt so zusätzlich zur Erreichung von Klimazielen und zur Verbesserung der Gesundheit bei. Daher fordern auch international zum Beispiel die Weltgesundheitsorganisation WHO und viele Kommunen bereits jetzt 30 Stundenkilometer als Regelgeschwindigkeit für lebenswerte Städte und Gemeinden.“

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VCÖ: Weniger Verkehrstote im heurigen Sommer, aber Zahl der Todesopfer weiterhin hoch

VCÖ (Wien, 1. September 2026) – 81 Menschen kamen heuer nach vorläufigen Daten des Innenministeriums im Juli und August bei Verkehrsunfällen in Österreich ums Leben, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Im Juli und August des Vorjahres verloren nach endgültigen Daten der Statistik Austria 102 Menschen ihr Leben im Straßenverkehr. Während die Zahl der tödlichen Motorradunfälle gleich hoch blieb, ging die Zahl der tödlich verletzten Pkw-Insassen sowie Rad- und E-Bike-Fahrenden deutlich zurück. Mit 242 Verkehrstoten seit Jahresanfang weist Österreich nach acht Monaten mehr Todesopfer im Straßenverkehr auf als die Schweiz im gesamten Vorjahr. Insbesondere auf den Freilandstraßen sind verstärkte Verkehrssicherheitsmaßnahmen nötig, betont der VCÖ.

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Foto: Kleines Kreuz mit Kerzen neben einer Freilandstraße

Straßensanierung für die Transformation nutzen

VCÖ - Mobilität mit Zukunft (September 2026) – Klimawandelanpassung im öffentlichen Raum und Verkehr hängen eng zusammen. Ohnehin anfallende Baustellen bieten die Chance, Straßenräume durch Umgestaltung ressourcenschonend zu klimaangepassten und attraktiven Mobilitäts- und Aufenthaltsräumen zu transformieren.

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Geschwindigkeitsanzeige, die anzeigt, dass zu schnell gefahren wird