Aus der Forschung - Astrid Gühnemann

Viele Argumente sprechen für Reduktion der Höchstgeschwindigkeit innerorts

Astrid Gühnemann, Leiterin des Instituts für Verkehrswesen, Universität für Bodenkultur Wien

„Für eine Reduktion der Höchstgeschwindigkeiten innerorts, aber auch auf Autobahnen und sonstigen Freilandstraßen sprechen viele Argumente: Geringere Geschwindigkeiten reduzieren Energieverbrauch, Anzahl und Schwere von Unfällen, Verkehrslärm und Emissionen von Treibhausgasen und anderen Schadstoffen. Tempo 30 statt 50 innerorts verringert den Geschwindigkeitsunterschied zwischen Autos und Öffis und dem Fahrrad und erhöht die empfundene Sicherheit der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Dies verbessert die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, macht aktive Mobilität attraktiver und trägt so zusätzlich zur Erreichung von Klimazielen und zur Verbesserung der Gesundheit bei. Daher fordern auch international zum Beispiel die Weltgesundheitsorganisation WHO und viele Kommunen bereits jetzt 30 Stundenkilometer als Regelgeschwindigkeit für lebenswerte Städte und Gemeinden.“

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Vom letzten Kilometer bis zur schweren Fracht

Bikesharing wird immer populärer, österreichweit gibt es zunehmend mehr Angebote – auch für Lastenräder. Sie ersetzen in vielen Fällen kurze Autofahrten und werden von Einheimischen genauso genutzt wie von Gästen.

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VCÖ: In den beliebtesten Sommerurlaubsländern Italien und Kroatien ist das Unfallrisiko höher als in Österreich

VCÖ (Wien, 18. Juni 2024) – Italien und Kroatien sind die beliebtesten Reiseziele für den Sommerurlaub. In beiden Staaten ist das tödliche Unfallrisiko höher als in Österreich, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, ebenso in weiteren beliebten Sommerurlaubsreisezielen, wie Griechenland, Ungarn und Türkei. Sicherer als hierzulande ist der Straßenverkehr insbesondere in den skandinavischen Ländern und in der Schweiz. Die Mobilitätsorganisation VCÖ weist darauf hin, dass in 20 EU-Staaten das Tempolimit auf Freilandstraßen niedriger ist als in Österreich, die Promille-Grenze ist in neun EU-Staaten niedriger. Mit dem eigenen Fahrverhalten kann das Unfallrisiko gesenkt werden: Tempolimits einhalten, keine riskanten Überholmanöver, mit voller Aufmerksamkeit und 0,0 Promille fahren, ausreichend Sicherheitsabstand halten und Pausen machen, empfiehlt der VCÖ.

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Foto: Sarah Duit