Aus der Forschung - Astrid Gühnemann

Viele Argumente sprechen für Reduktion der Höchstgeschwindigkeit innerorts

Astrid Gühnemann, Leiterin des Instituts für Verkehrswesen, Universität für Bodenkultur Wien

„Für eine Reduktion der Höchstgeschwindigkeiten innerorts, aber auch auf Autobahnen und sonstigen Freilandstraßen sprechen viele Argumente: Geringere Geschwindigkeiten reduzieren Energieverbrauch, Anzahl und Schwere von Unfällen, Verkehrslärm und Emissionen von Treibhausgasen und anderen Schadstoffen. Tempo 30 statt 50 innerorts verringert den Geschwindigkeitsunterschied zwischen Autos und Öffis und dem Fahrrad und erhöht die empfundene Sicherheit der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Dies verbessert die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, macht aktive Mobilität attraktiver und trägt so zusätzlich zur Erreichung von Klimazielen und zur Verbesserung der Gesundheit bei. Daher fordern auch international zum Beispiel die Weltgesundheitsorganisation WHO und viele Kommunen bereits jetzt 30 Stundenkilometer als Regelgeschwindigkeit für lebenswerte Städte und Gemeinden.“

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VCÖ begrüßt Raserpaket: Raserei ist tödlich!

VCÖ (Wien, 14. Juni 2023) – Die Mobilitätsorganisation VCÖ begrüßt das von der Bundesregierung beschlossene Raserpaket. Es ein Schritt, um die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer vor Extremrasern besser zu schützen. Jedoch ist aus Sicht des VCÖ die Grenze, ab der das Fahrzeug beschlagnahmt werden kann, zu hoch angesetzt. Der VCÖ fordert, dass ein Teil der Einnahmen aus der Versteigerung beschlagnahmter Fahrzeuge für Gemeinden zur Finanzierung von Discobussen und Anrufsammeltaxis zweckgewidmet werden.

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Foto: Kleines Kreuz mit Kerzen neben einer Freilandstraße

VCÖ: Im Vorjahr mehr als doppelt so viele Fahrräder verkauft wie Pkw – „Fahrradland Österreich zum Radfahrland machen!“

VCÖ (Wien, am 1. Juni 2023) – Im Vorjahr wurden in Österreich 506.159 neue Fahrräder verkauft und damit mehr als doppelt so viele wie Pkw. Der Radverkehr ist in Österreich ein stark wachsender Wirtschaftsfaktor, macht der VCÖ anlässlich des Welttags des Fahrrads am 3. Juni aufmerksam. Es wurden im Vorjahr sieben Mal so viele Elektrofahrräder wie Elektroautos verkauft. Die Voraussetzungen für mehr Radverkehr sind in Österreich gut: Drei von vier Haushalten besitzen mindestens ein funktionstüchtiges Fahrrad, vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer. Großen Aufholbedarf gibt es jedoch bei der Rad-Infrastruktur. Die Mobilitätsorganisation VCÖ fordert eine Infrastrukturoffensive für den Radverkehr.

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