Aus der Forschung – Birgit Bednar-Friedl

„Es ist ein zentrales Ziel der Klimawandelanpassung, das Verkehrsnetz kompakt zu halten“

Porträtfoto von Birgit Bednar-Friedl
Birgit Bednar-Friedl, Klimaökonomin Wegener Center für Klima und Globalen Wandel der Universität Graz

„Schäden am Verkehrsnetz haben in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen, verursacht vor allem durch Überschwemmungen, Rutschungen und Sturm. Hitze und Trockenheit strapazieren nicht nur Menschen, die am Verkehr teilnehmen, sie können auch zu Verformungen von Schienen und auch zu Stromausfällen führen. Zusätzlich entstehen erhebliche volkswirtschaftliche Folgen durch Streckenunterbrechungen und Zeitkosten von Umwegen. Mit dem fortschreitenden Klimawandel nehmen Hitze und Starkregen deutlich zu – und somit auch das Schadenspotenzial, wie mehrere Studien für Europa und Österreich belegen. Wer trägt nun die Schäden und die Kosten der Anpassung? Für die Infrastrukturschäden sind dies die Infrastrukturbetreiber sowie Länder und Gemeinden, über die Auszahlungen des Katastrophenfonds aber letztlich auch die Öffentlichkeit. Zeitkosten und Lieferkettenausfälle werden von Unternehmen und Privaten getragen. Neben dem Schutz der Infrastruktur ist es somit ein zentrales Ziel der Anpassung, das Verkehrsnetz kompakt zu halten und Redundanzen auf zentrale Strecken zu beschränken.“

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VCÖ: Niedrigere Tempolimits können jährliche Spritkosten um über 500 Millionen Euro reduzieren

VCÖ (Wien, 13. April 2026) – Laut Umweltbundesamt reduzieren Tempolimit 100 auf Autobahnen und Schnellstraßen sowie Tempolimit 80 auf Freilandstraßen den jährlichen CO2-Ausstoß des Verkehrs um 675.000 Tonnen. Das entspricht einer Verringerung des Spritverbrauchs um rund 270 Millionen Liter und reduziert bei aktuellen Spritpreisen die jährlichen Spritkosten um über 500 Millionen Euro, verdeutlicht die Mobilitätsorganisation VCÖ. Um Österreich unabhängiger von Erdöl zu machen, braucht es rasch ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Reduktion des Spritverbrauchs, betont der VCÖ.

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Foto: Zapfhahn, welcher ein Diesel-Auto betankt.

Spritkostenbremse: It’s the Spritverbrauch, stupid!

Österreich diskutiert über gestiegene Spritpreise – schon wieder. Die Bundesregierung hat nun mit einer Spritpreisbremse reagiert. Ein Blick über die Zapfsäule hinaus zeigt, dass die Diskussion zu kurz greift. Anstatt alle Jahre wieder zu diskutieren, was Österreich gegen schwankende Erdölpreise tun kann (nämlich fast nichts), sollten wir dringend darüber reden, wie wir uns rasch aus der Erdöl-Abhängigkeit befreien können.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash