Aus der Forschung – Harald Frey

„Stadtnahe Autobahnen sind nicht die Lösung“

Porträtfoto von Harald Frey
Harald Frey, Senior Scientist, Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik, TU Wien

Stadtnahe Autobahnen lösen nicht die Verkehrsprobleme von Ballungsräumen, sondern verstärken sie, indem sie insgesamt mehr Kfz-Verkehr erzeugen und damit das Stadtgebiet belasten. Gleichzeitig werden andere, stadtverträgliche Verkehrsarten, wie Zufußgehen und Radfahren und der Öffentliche Verkehr geschwächt, weil Nutzungen an den Stadtrand oder ins Umland verlagert und damit weite Wege erzeugt werden. Eine klare Alternative zum Bau der Lobauautobahn stellt die Attraktivierung von flächen- und energiesparenden Formen der Mobilität dar, die gleichzeitig für die Gesellschaft kostengünstiger in der Errichtung und im Betrieb sind. Ein Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und eine konsequente flächendeckende Beschleunigung von Bus und Straßenbahn gegenüber dem Autoverkehr stiften heute einen deutlich höheren volkswirtschaftlichen Nutzen als Straßenausbau, weil dadurch die negativen Effekte des fehleranfälligen Systems Autoverkehr im Ballungsraum reduziert und gleichzeitig höhere Kapazitäten im Personenverkehr geschaffen werden können. Der Weg zum Abbau von räumlichen Disparitäten, wie der ungleichen Verteilung von Arbeitsplätzen oder der Nahversorgung im Stadtgebiet, führt nicht über schnelle Verkehrsinfrastrukturen für den Kfz-Verkehr, sondern liegt in der Schaffung eines stadtverträglichen Verkehrssystems mit einer klaren Prioritätenreihung für Fuß-, Rad- und Öffentlichen Verkehr.

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Was braucht es für fairen und klimagerechten Transitverkehr?

Der Lkw-Transit ist bereits für 36 Prozent des Transportaufwandes in Österreich verantwortlich und ist allein seit dem Jahr 2015 um ein Drittel gestiegen. So hoch der Anteil des Lkw-Transits auch ist, fast zwei Drittel des Lkw-Transportaufwands sind Inlands-, Quell- oder Zielverkehre. Österreich muss bis zum Jahr 2040 klimaneutral werden. Für den Güterverkehr, dessen CO2-Emissionen sich seit dem Jahr 1990 mehr als verdoppelt haben, braucht es rasch eine Trendumkehr. Ein weiter wie bisher reicht nicht aus, um ans Klimaziel zu kommen.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

VCÖ: Österreichs Autofahrer ersparten sich heuer im Vergleich zum Vorjahr bisher fast 100 Euro an Spritkosten

VCÖ (Wien, 13. Oktober 2023) – Ein Liter Eurosuper kostete heuer im Schnitt um rund 15 Cent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, ein Liter Diesel ist heuer bisher um rund 17 Cent billiger als im Vorjahr, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Österreichs Diesel-Pkw Fahrerinnen und Fahrer sparten sich im Schnitt bisher rund 110 Euro, bei Benzin-Pkw beträgt die Ersparnis rund 80 Euro an Spritkosten. Der VCÖ weist darauf hin, dass mit einem spritsparenden Fahr- und Mobilitätsstil die Kosten noch deutlich gesenkt werden können.

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