Aus der Forschung – Harald Frey

„Stadtnahe Autobahnen sind nicht die Lösung“

Porträtfoto von Harald Frey
Harald Frey, Senior Scientist, Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik, TU Wien

Stadtnahe Autobahnen lösen nicht die Verkehrsprobleme von Ballungsräumen, sondern verstärken sie, indem sie insgesamt mehr Kfz-Verkehr erzeugen und damit das Stadtgebiet belasten. Gleichzeitig werden andere, stadtverträgliche Verkehrsarten, wie Zufußgehen und Radfahren und der Öffentliche Verkehr geschwächt, weil Nutzungen an den Stadtrand oder ins Umland verlagert und damit weite Wege erzeugt werden. Eine klare Alternative zum Bau der Lobauautobahn stellt die Attraktivierung von flächen- und energiesparenden Formen der Mobilität dar, die gleichzeitig für die Gesellschaft kostengünstiger in der Errichtung und im Betrieb sind. Ein Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und eine konsequente flächendeckende Beschleunigung von Bus und Straßenbahn gegenüber dem Autoverkehr stiften heute einen deutlich höheren volkswirtschaftlichen Nutzen als Straßenausbau, weil dadurch die negativen Effekte des fehleranfälligen Systems Autoverkehr im Ballungsraum reduziert und gleichzeitig höhere Kapazitäten im Personenverkehr geschaffen werden können. Der Weg zum Abbau von räumlichen Disparitäten, wie der ungleichen Verteilung von Arbeitsplätzen oder der Nahversorgung im Stadtgebiet, führt nicht über schnelle Verkehrsinfrastrukturen für den Kfz-Verkehr, sondern liegt in der Schaffung eines stadtverträglichen Verkehrssystems mit einer klaren Prioritätenreihung für Fuß-, Rad- und Öffentlichen Verkehr.

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VCÖ: Bei den Spritpreisen große Unterschiede zwischen den Urlaubsländern

VCÖ (Wien, 26. Juni 2026) – In einer Woche beginnen die Schulferien in Ostösterreich. Im beliebtesten Urlaubsland der Österreicherinnen und Österreicher, Italien, kosten Diesel und Eurosuper deutlich mehr als hierzulande, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Auch in Frankreich, Portugal, Deutschland und der Schweiz ist Tanken teurer als in Österreich. Weniger ist im zweitbeliebtesten Urlaubsland Kroatien zu zahlen sowie beispielsweise in Spanien und in etlichen osteuropäischen Staaten. Was sich in allen Urlaubsreisen auszahlt: Spritsparendes Fahren. Damit kann der Verbrauch um gut 20 Prozent reduziert werden, empfiehlt die Mobilitätsorganisation VCÖ.

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Foto: Zapfhahn, welcher ein Diesel-Auto betankt.

VCÖ fordert verpflichtende Begrünung bei größeren Parkplätzen

VCÖ (Wien, 25. Juni 2026) – Bis zu 40 Grad Celsius werden für das Wochenende in Österreich vorhergesagt. In der prallen Sonne heizt sich Asphalt auf bis zu 60 Grad auf. Asphaltierte Großparkplätze werden an heißen Tagen zu einem regelrechten Backofen und verschärfen die Hitzebelastung für die Bevölkerung in der Umgebung. Die Mobilitätsorganisation VCÖ fordert, dass bei Parkplätzen mit mehr als 30 Abstellplätzen verpflichtend Maßnahmen wie Entsiegelung und Begrünung zu setzen sind, um die lokale Hitze-Belastung zu reduzieren. Zudem ist der Straßenraum in Städten und Gemeinden verstärkt an den Klimawandel anzupassen.

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Sehr großer Parkplatz eines Supermarktes, auf dem sich keine Fahrzeuge befinden.