Aus der Forschung – Harald Frey

„Stadtnahe Autobahnen sind nicht die Lösung“

Porträtfoto von Harald Frey
Harald Frey, Senior Scientist, Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik, TU Wien

Stadtnahe Autobahnen lösen nicht die Verkehrsprobleme von Ballungsräumen, sondern verstärken sie, indem sie insgesamt mehr Kfz-Verkehr erzeugen und damit das Stadtgebiet belasten. Gleichzeitig werden andere, stadtverträgliche Verkehrsarten, wie Zufußgehen und Radfahren und der Öffentliche Verkehr geschwächt, weil Nutzungen an den Stadtrand oder ins Umland verlagert und damit weite Wege erzeugt werden. Eine klare Alternative zum Bau der Lobauautobahn stellt die Attraktivierung von flächen- und energiesparenden Formen der Mobilität dar, die gleichzeitig für die Gesellschaft kostengünstiger in der Errichtung und im Betrieb sind. Ein Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und eine konsequente flächendeckende Beschleunigung von Bus und Straßenbahn gegenüber dem Autoverkehr stiften heute einen deutlich höheren volkswirtschaftlichen Nutzen als Straßenausbau, weil dadurch die negativen Effekte des fehleranfälligen Systems Autoverkehr im Ballungsraum reduziert und gleichzeitig höhere Kapazitäten im Personenverkehr geschaffen werden können. Der Weg zum Abbau von räumlichen Disparitäten, wie der ungleichen Verteilung von Arbeitsplätzen oder der Nahversorgung im Stadtgebiet, führt nicht über schnelle Verkehrsinfrastrukturen für den Kfz-Verkehr, sondern liegt in der Schaffung eines stadtverträglichen Verkehrssystems mit einer klaren Prioritätenreihung für Fuß-, Rad- und Öffentlichen Verkehr.

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VCÖ: Buchen internationaler Bahntickets in Europa endlich vereinfachen!

VCÖ (Wien, 8. Mai 2024) – Buchen und planen internationaler Bahnreisen ist nach wie vor nicht so einfach wie es sein sollte, stellt die Mobilitätsorganisation VCÖ fest. Zudem gehen bei der Kombination von Tickets unterschiedlicher Anbieter häufig Fahrgastrechte im Verspätungsfall verloren. Darüber hinaus sorgen viele unterschiedliche Systeme und Vorschriften bis hin zu einer fehlenden einheitlichen Betriebssprache zu Verzögerungen im internationalen Bahnverkehr, insbesondere im Gütertransport. Der VCÖ fordert den verstärkten Einsatz der EU und der Mitgliedsstaaten für den Abbau bestehender Barrieren im grenzüberschreitenden Bahnverkehr.

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Foto: Sarah Duit

Bahnsysteme in Europa harmonisieren

VCÖ - Mobilität mit Zukunft (Mai 2024) – Der Bahnverkehr in Europa ist von einer Vielzahl unterschiedlicher nationaler Regelungen und Systeme geprägt. Dadurch entstehen an den Grenzen Verzögerungen. Auch ein Buchungssystem für internationale Tickets fehlt. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn auf internationalen Verbindungen zu stärken, sind Bahnsysteme umfassend zu harmonisieren.

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Eisenbahnbrücke über eine Grenze, auf der die Strom-Oberleitung mitten auf der Brücke endet