Aus der Forschung – Ilil Beyer Bartana

„Mehr Platz für aktive Mobilität führt zu mehr Nutzung“

Porträtfoto von Ilil Beyer Bartana
Ilil Beyer Bartana, Mobilitätsexpertin und Verkehrsplanerin, Umweltbundesamt

Damit Menschen aktiv mobil sein können und wollen, braucht es Raum. Dafür ist es notwendig, den öffentlichen Raum grundlegend neu zu denken und die Dominanz des Autoverkehrs und dessen negative Auswirkungen wie Schadstoffe, Lärm und mangelnde Sicherheit für aktiv Mobile zu reduzieren. Während Pkw derzeit den Straßenraum prägen, müssen Fußgängerinnen und Fußgänger und Radfahrende oft mit Restflächen auskommen. Nach dem Motto „Angebot schafft Nachfrage“ führt mehr Platz für aktive Mobilitätsformen – etwa durch Parkplatzumwidmung oder Fahrbahnrückbau – nachweislich zu mehr Nutzung. Für die ideale Kombination von Rad und Öffentlichem Verkehr ist eine nahtlose Infrastrukturkette erforderlich. Dazu zählen sichere, wettergeschützte Abstellanlagen und durchgängig attraktive Routen zu Knotenpunkten des Öffentlichen Verkehrs. Fehlende Sharing-Angebote oder komplizierte Mitnahmeregelungen wirken hingegen abschreckend. Ziel ist ein Gesamtangebot, das eine echte Alternative zum Pkw bietet, sodass Wege möglichst unkompliziert zurückgelegt werden können.

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Sharing und Shuttle via App in Baden

Die Stadt Baden bietet seit September 2022 in Kooperation mit der Plattform ÖBB 360° ein Bündel an Leihfahrzeugen. Zentrales Element aller Angebote ist die App „wegfinder“. Im ersten Jahr legten die in 40 Abstellzonen zur Verfügung stehenden 70 E-Scooter mehr als 66.000 Kilometer zurück. Zusätzlich gibt es 30 Citybikes, die Hälfte davon mit Elektro-Antrieb, und vier E-Pkw.

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Bild des Sharingangebots in Baden