Aus der Forschung – Ilil Beyer Bartana

„Mehr Platz für aktive Mobilität führt zu mehr Nutzung“

Porträtfoto von Ilil Beyer Bartana
Ilil Beyer Bartana, Mobilitätsexpertin und Verkehrsplanerin, Umweltbundesamt

Damit Menschen aktiv mobil sein können und wollen, braucht es Raum. Dafür ist es notwendig, den öffentlichen Raum grundlegend neu zu denken und die Dominanz des Autoverkehrs und dessen negative Auswirkungen wie Schadstoffe, Lärm und mangelnde Sicherheit für aktiv Mobile zu reduzieren. Während Pkw derzeit den Straßenraum prägen, müssen Fußgängerinnen und Fußgänger und Radfahrende oft mit Restflächen auskommen. Nach dem Motto „Angebot schafft Nachfrage“ führt mehr Platz für aktive Mobilitätsformen – etwa durch Parkplatzumwidmung oder Fahrbahnrückbau – nachweislich zu mehr Nutzung. Für die ideale Kombination von Rad und Öffentlichem Verkehr ist eine nahtlose Infrastrukturkette erforderlich. Dazu zählen sichere, wettergeschützte Abstellanlagen und durchgängig attraktive Routen zu Knotenpunkten des Öffentlichen Verkehrs. Fehlende Sharing-Angebote oder komplizierte Mitnahmeregelungen wirken hingegen abschreckend. Ziel ist ein Gesamtangebot, das eine echte Alternative zum Pkw bietet, sodass Wege möglichst unkompliziert zurückgelegt werden können.

Zurück zur Übersicht

Rechtsabbiegen bei Rot für Radfahren erlauben

Ein Grüner Pfeil, der Radfahrenden das Abbiegen nach rechts trotz roter Ampel erlaubt, ist in vielen Staaten bereits üblich.

Mehr dazu
Foto: Rote Ampel mit Grünpfeil für Radfahrende

Zona Traffico Limitato in Italien

In Italien haben viele Städte Einfahrtbeschränkungen festgelegt.

Mehr dazu
Foto: Zona Traffico Limitato in Italien, welche nun von zahlreichen gehenden Personen benutzt wird. Am Straßenrand speisen Menschen auf Tischen eines Restaurants