Aus der Forschung - Katja Diehl

Die Privilegien des Autos unter allen verteilen

Katja Diehl, She Drives Mobility www.katja-diehl.de

Es gibt drei Regeln der Verkehrswende: Verkehr vermeiden, Verkehr verlagern, technische Innovationen. Die Covid19-Pandemie hat gezeigt: Menschen mit Bürojobs können telependeln und so viele Wege vermeiden. Der dritte Schritt, der Glaube an eine Technik, die alle Probleme lösen wird, ist meistens eine Ausrede, das Handeln in die Zukunft zu verschieben. Verkehrswende braucht jedoch heute klare Rahmenbedingungen. Neben attraktiven Angeboten, wie dem Klimaticket in Österreich, heißt das, das Auto als gleichberechtigten Partner im Mobilitätsmix zu sehen – seine Privilegien unter allen zu verteilen. Momentan gibt es viele Mobilitätslücken, die Menschen davon abhalten, das Auto stehenzulassen. Diese Lücken können Software-Unternehmen wie door2door aus Berlin gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen schließen. Es hat einen Algorithmus zum On-Demand-Ridepooling entwickelt, der auf Basis von Mobilitätsdaten neue Rufbusse mit virtuellen Haltestellen digital gestaltet. Innerhalb weniger Wochen können sie auf die Straße kommen und den Komfort des öffentlichen Verkehrssystems attraktivieren. In dieses System können auch Sharing-Angebote – Fahrräder, E-Scooter und Roller – eingespeist werden.

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VCÖ-Bahnhofstest: Wien Westbahnhof vor St. Pölten Hauptbahnhof sowie Bahnhof Lienz vor Rankweil von Fahrgästen am besten bewertet

Wien (VCÖ, 29. August 2025) – Beim diesjährigen VCÖ-Bahnhofstest wurde zum dritten Mal in Folge der Wiener Westbahnhof von den Fahrgästen am besten von allen großen Bahnhöfen bewertet. „Silber“ geht heuer an St. Pölten Hauptbahnhof, „Bronze“ an den Salzburger Hauptbahnhof. Beim VCÖ-Bahnhofstest haben rund 14.400 Fahrgäste in den Zügen sowie online die Bahnhöfe bewertet. Bei den größeren Bahnhöfen außerhalb der Landeshauptstädte gewinnt der Bahnhof Lienz vor Rankweil und Kitzbühel. Zum schönsten Bahnhof wurden von den Fahrgästen der Wiener Hauptbahnhof und der Bahnhof Lienz gewählt. Drei Viertel der Fahrgäste kommen zu Fuß, mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad zum Bahnhof, so ein weiteres Ergebnis des VCÖ-Bahnhofstest.

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Kooperation für überregionale Tourismusmobilität

Seit dem Jahr 2016 arbeiten in Kärnten acht Tourismusregionen zusammen, um klimafreundliche Lösungen für die letzte Meile im Tourismus zu entwickeln. Zu diesem Zweck wurde die Touristische Mobilitätszentrale Kärnten gegründet.

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Symbolbild