Aus der Forschung - Katja Diehl

Die Privilegien des Autos unter allen verteilen

Katja Diehl, She Drives Mobility www.katja-diehl.de

Es gibt drei Regeln der Verkehrswende: Verkehr vermeiden, Verkehr verlagern, technische Innovationen. Die Covid19-Pandemie hat gezeigt: Menschen mit Bürojobs können telependeln und so viele Wege vermeiden. Der dritte Schritt, der Glaube an eine Technik, die alle Probleme lösen wird, ist meistens eine Ausrede, das Handeln in die Zukunft zu verschieben. Verkehrswende braucht jedoch heute klare Rahmenbedingungen. Neben attraktiven Angeboten, wie dem Klimaticket in Österreich, heißt das, das Auto als gleichberechtigten Partner im Mobilitätsmix zu sehen – seine Privilegien unter allen zu verteilen. Momentan gibt es viele Mobilitätslücken, die Menschen davon abhalten, das Auto stehenzulassen. Diese Lücken können Software-Unternehmen wie door2door aus Berlin gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen schließen. Es hat einen Algorithmus zum On-Demand-Ridepooling entwickelt, der auf Basis von Mobilitätsdaten neue Rufbusse mit virtuellen Haltestellen digital gestaltet. Innerhalb weniger Wochen können sie auf die Straße kommen und den Komfort des öffentlichen Verkehrssystems attraktivieren. In dieses System können auch Sharing-Angebote – Fahrräder, E-Scooter und Roller – eingespeist werden.

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VCÖ: Österreichs Fußball-EM-Spielorte sind gut mit der Bahn erreichbar

VCÖ (Wien, 4. Dezember 2023) – Österreichs Spielorte in der Gruppenphase der Fußball-Europameisterschaft 2024 sind gut mit der Bahn erreichbar, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Von allen Landeshauptstädten gibt es mit Umsteigen mehrere mögliche Verbindungen pro Tag. Im Landeshauptstadt-Vergleich sind mit der Bahn Fußballfans aus Bregenz am schnellsten in Düsseldorf, Berlin ist von der Stadt Salzburg am schnellsten erreichbar. Wichtig: Die Reise rechtzeitig buchen. Die Mobilitätsorganisation VCÖ fordert mehr Bahn für Europa.

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Foto: Sarah Duit

VCÖ: Jeder 5. in den Regionen nutzt Öffentlichen Verkehr häufig, jeder 2. aber nie

VCÖ (Wien, 23. November 2023) – Jeder dritte Haushalt in Österreich befindet sich in einem Gebiet mit geringer Bevölkerungsdichte. Dort fährt nur rund ein Fünftel mehrmals im Monat oder öfters mit dem Öffentlichen Verkehr, die Hälfte nie, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. Auch in den Regionen ist ein gutes öffentlich zugängliches Mobilitätsangebot möglich, wie auch bei der heutigen VCÖ-Fachkonferenz vorgestellte Projekte zeigen.

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