Aus der Forschung - Marion Jungbluth

Frauen sind anders mobil

Marion Jungbluth, Deutsche Verbraucherzentrale Bundesverband

VCÖ-Magazin: Was kann die weibliche Perspektive für eine zukunftsweisende Mobilität einbringen, was derzeit fehlt?

Marion Jungbluth: Mehr als die Hälfte der Menschen sind weiblich und viel unterwegs. Studien zeigen: Frauen sind anders mobil. Sie legen dreimal so viele Begleitwege zurück wie Männer und gehen doppelt so oft einkaufen. Die Anforderungen an das Mobilitätsangebot sind andere, wenn auch Kinder und Einkaufstaschen zu transportieren sind. Ein ganzheitliches Mobilitätssystem muss die Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigen. Um diese Bedürfnisse zu erkennen, braucht die Verkehrspolitik neue Resonanzräume und ein partizipatorisches Design, zum Beispiel durch Mobilitätsräte.

VCÖ-Magazin: Welche Anforderungen haben speziell Frauen an den Öffentlichen Verkehr?

Marion Jungbluth: Unpünktlichkeit, schlechte Taktung und seltene Verbindungen erschweren die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Darüber hinaus ist das subjektive Sicherheitsempfinden bei Frauen in öffentlichen Verkehrsmitteln niedriger. Auch weil Frauen immer noch mehr Care-Arbeit leisten, fehlen oft Zeit und Nerven, Mobilitäts-Apps auszuprobieren. Wichtig ist ein besseres Angebot, also mehr Verbindungen, engere Takte, bessere Verknüpfung, sowie mehr Qualität durch Maßnahmen, die Fahrten sicherer und angenehmer machen. Öffentlicher Verkehr muss für alle die einfache und beste Wahl werden.

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VCÖ: Wahl zur besten Bushaltestelle Österreichs gestartet – Neun Haltestellen sind nominiert

VCÖ (Wien, 15. April 2026) – Österreich hat ein dichtes Netz an Bushaltestellen. Viele Bushaltestellen weisen jedoch Mängel auf. Dass es auch anders geht und Bushaltestellen eine hohe Qualität aufweisen können, zeigt die Mobilitätsorganisation VCÖ jetzt im Rahmen der VCÖ-Initiative „Haltestellen im Fahrgast-Check“ mit der Wahl zur besten Bushaltestelle Österreichs auf. Neun Haltestellen, für jedes Bundesland eine, treten zur Wahl an. Bis zum 30. April können Fahrgäste auf www.vcoe.at abstimmen.

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VCÖ: Wienerinnen und Wiener sind im Bundesländer-Vergleich am kostengünstigsten mobil

VCÖ (Wien, 23. März 2026) – Die Wienerinnen und Wiener legen rund drei Viertel ihrer Alltagswege mit Öffis, zu Fuß und mit dem Fahrrad zurück. Damit sind sie nicht nur umweltverträglicher, sondern auch kostengünstiger mobil als der Österreich-Schnitt.
Mit 10,7 Prozent ist der Anteil der Mobilitätsausgaben in Wien im Bundesländer-Vergleich am niedrigsten, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Projekte und Konzepte, die unsere Mobilität noch effizienter und nachhaltiger machen, werden beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Wien gesucht. Stadträtin Ulli Sima, VCÖ und ÖBB rufen zur Teilnahme am VCÖ-Mobilitätspreis Wien auf, der heuer unter dem Motto „nachhaltig.effizient.innovativ“ steht.

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Foto: Reinhard Oehner