Aus der Forschung - Sandra Wegener

Gesunde Bewegung als Arbeitszeit

Sandra Wegener: Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Verkehrswesen

Sind Arbeitswege, die weder der Freizeit noch der Arbeitszeit hinzugerechnet werden, nur ein notwendiges Übel? Persönlicher Nutzen entsteht, wenn die Pendelzeit sinnvoll genutzt oder Gesundheit und Wohlbefinden unterstützt werden können. Im Projekt „Active2work“ wurde die Idee, einen Teil der Arbeitswegzeit zur Arbeitszeit zu zählen, wenn er bewegungsaktiv zurückgelegt wird, untersucht. Aus volkswirtschaftlicher Sicht macht es, aufgrund des zu erwartenden Gesundheitsnutzens, Sinn, diese Diskussion zu führen. Für Unternehmen bedeutet die Umsetzung allerdings – ohne Unterstützung – zusätzliche Kosten. Um den Pkw-Pendelverkehr zugunsten bewegungsaktiver Mobilität einzudämmen, empfiehlt es sich, ein Maßnahmenpaket für betriebliches Mobilitätsmanagement mit diversen Anreizen – finanzielle, infrastrukturelle, zeitliche – zu schnüren, um aktiv mobil oder mit dem Öffentlichen Verkehr zur Arbeit zu kommen.

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VCÖ: Dieselverbrauch in Österreich ist sehr hoch, aber seit 2019 um ein Viertel gesunken

VCÖ (Wien, am 20. April 2026) - Im Vorjahr wurden in Österreich rund 6,2 Milliarden Liter Diesel getankt und damit fast dreimal so viel wie Benzin. Gegenüber dem Höchststand im Jahr 2019 nahm die in Österreich getankte Menge an Dieseltreibstoff aber immerhin um 26 Prozent ab, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Der Dieselverbrauch der privaten Haushalte erreichte im Jahr 2012 mit 2,3 Milliarden Liter seinen Höhepunkt, seither wurde ein Rückgang des Jahresverbrauchs um zuletzt rund 550 Millionen Liter erreicht. Bereits für Mai erwartet die Bundesregierung Lieferengpässe bei Diesel. Die Mobilitätsorganisation VCÖ fordert daher die rasche Umsetzung eines Maßnahmenpaket zur Reduktion des Dieselverbrauchs von Lkw und Pkw in Österreich.

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Grafik: Zapfhahn auf weißen Hintergrund, aus welchem ein Tropfen Treibstoff tropft

VCÖ: Zahl neuer Elektrofahrzeuge stieg im Vorjahr auf fast 300.000 – Elektrofahrräder erneut Spitzenreiter

VCÖ (Wien, am 9. April 2026) – Die Zahl neuer Elektrofahrzeuge ist im Vorjahr in Österreich erneut gestiegen, um fünf Prozent auf rund 292.100, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Drei Viertel davon waren mit fast 223.000 erneut Elektrofahrräder. In absoluten Zahlen gab es bei E-Pkw die größten Zuwächse, prozentuell legten Lkw und Busse am stärksten zu, deren Neuzulassungen sich – auf niedrigem Niveau – verdoppelten. Angesichts der Spritkrise fordert der VCÖ verstärkte Maßnahmen, um die Energiewende im Kfz-Verkehr zu beschleunigen. Zudem ist die Rad-Infrastruktur rascher zu verbessern, damit das große Potenzial von E-Bikes besser genutzt werden kann.

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