Aus der Forschung - Sibylla Zech und Elias Grinzinger

Verkehrsberuhigung ist Mobilitätsbelebung in Stadt und Land

Sibylla Zech und Elias Grinzinger, TU Wien – Forschungsbereich Regionalplanung und Regionalentwicklung / land.mobil:LAB

„Verkehrsberuhigung ist Mobilitätsbelebung, im städtischen und ganz besonders im ländlichen Raum. Weniger Autoverkehr bedeutet mehr und sichere Mobilität für die Menschen, die vor Ort leben, arbeiten, einkaufen, zu Gast sind und Zeit verbringen. Dorfstraßen und Dorfplätze werden zu aktiven Mobilitätsräumen, wenn sie zum Gehen und Radfahren, zum schnellen Schritt auf kurzen Wegen und zum Schlendern und sich hallo Sagen, einladen. Barrierefrei und nachhaltig in den Straßen und Gassen unserer Dörfer unterwegs sein zu können, ist für  viele Mobilitätsbedürfnisse noch nicht ausreichend möglich, etwa für Menschen, die mit Kinderwagen, Rollstuhl, Gehhilfen, Lastenrad, Transportwagerl, Taschen oder Trolley  unterwegs sind. Hier braucht es noch viel mehr Aufmerksamkeit. Verkehrsberuhigung ist ein essenzieller Baustein zur Stärkung der Ortskerne, der Baukultur und der Lebensqualität am Land. Zersiedelung wiederum untergräbt diese Qualität, weil sie lange Wege bedingt. Wichtig ist daher eine flächensparende Siedlungsentwicklung, die auf vorhandene Zentren fokussiert und kurze Wege ermöglicht.“

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Radurlaub auf Rezept im Hasetal

Wie sich Gesundheitsvorsorge, sicheres Radfahren und sozialer Anschlussverbinden lassen, zeigt das niedersächsische Hasetal. Unter dem Titel „Radurlaub auf Rezept“ kombiniert die Region zwei zertifizierte Präventivkurse mit geführten Radtouren. In Begleitung erfahrener Reiseleitungenwerden täglich Touren unternommen, von kürzeren Streckenbis zu längeren Etappen.

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Elektronisches Schild bei Zufahrtskontrolle für Pkw in Mailand

VCÖ: Hoher Blutzoll auf Österreichs Straßen – 160 Verkehrstote im 1. Halbjahr

VCÖ (Wien, 1. Juli 2026) – Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle ist in Österreich auch heuer hoch: Seit Jahresanfang verloren nach vorläufigen Daten bereits 160 Menschen ihr Leben im Straßenverkehr, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ auf Basis von Daten des Innenministeriums. Das sind zwar um zehn weniger als im 1. Halbjahr des Vorjahres, aber um 22 Todesopfer mehr als im 1. Halbjahr 2024. Jeder dritte tödliche Unfall passierte in Niederösterreich. Österreich ist erneut von seinem Verkehrssicherheitsziel weit entfernt. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, um die Zahl schwerer Verkehrsunfälle zu reduzieren.

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Foto: Kleines Kreuz mit Kerzen neben einer Freilandstraße