Aus der Forschung – Stefanie Peer

„Der Öffentliche Raum spielt eine zentrale Rolle“

Porträtfoto von Stefanie Peer
Stefanie Peer, Leiterin des Forschungsinstituts für Raum- und Immobilienwirtschaft der WU Wien

„Wie auch im zweiten österreichischen Sachstandsbericht zum Klimawandel dargestellt, spielt der Öffentliche Raum eine zentrale Rolle bei der Anpassung an den Klimawandel. Begrünung und gezielte Beschattung, etwa an Haltestellen oder entlang von Wegen, können das Mikroklima deutlich verbessern und Hitzeinseln abmildern. Entsiegelte Flächen und Maßnahmen zur Regenwasserspeicherung können wiederum die Resilienz gegenüber Starkregenereignissen stärken, während Frischluftschneisen nächtliche Abkühlung begünstigen. Viele dieser Anpassungsmaßnahmen weisen Synergien mit Klimaschutzmaßnahmen auf, insbesondere im Bereich Verkehr: Wird der Autoverkehr (und die damit verbundenen Treibhausgas-Emissionen) reduziert, bieten nicht mehr benötigte Verkehrsflächen Potenzial für Begrünung und Entsiegelung. Geringere lokale Emissionen und weniger Lärm werten den Öffentlichen Raum zusätzlich auf. Zielkonflikte – wie verdichtete Bebauung, die einerseits für kurze Wege sorgt, aber andererseits das Entstehen von Hitzeinseln begünstigt – lassen sich durch klimasensible, vorausschauende Planung abfedern.“

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Mobilitätsgespräch 2024: European Green Deal – die Mobilität von morgen gestalten

Die EU setzt im Rahmen des European Green Deals wichtige Schritte zur Erreichung der europaweiten Ziele zur Klimaneutralität 2050. Unternehmen wie die ÖBB spielen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Maßnahmen, wie beim 6. Mobilitätsgespräch am 19. Februar diskutiert wurde.

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Foto: ÖBB/Andreas Scheiblecker

Wo macht der Einsatz von E-Fuels Sinn und wo nicht?

E-Fuels sind aus Wasserstoff, CO2 und Strom produzierte synthetische Kraftstoffe. Diese können theoretisch mit einem hohen Energieeinsatz aus erneuerbaren Quellen nachhaltig hergestellt werden. Das Problem ist allerdings, dass der Einsatz von E-Fuels aufgrund des umfassenden Herstellungsprozess und dem Einsatz im Verbrennungsmotor mit nur etwa 14 Prozent Wirkungsgrad sehr ineffizient ist und trotzdem vor Ort schädliche Stoffe wie Stickstoffdioxid bei der Verbrennung austreten. E-Fuels sollten daher nur dort eingesetzt werden, wo keine Alternative zur Verfügung steht.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash