Aus der Forschung – Tamara Bauer

„Für ältere Menschen braucht es gezielte Maßnahmen“

Porträtfoto von Tamara Bauer
Tamara Bauer, Kompetenzzentrum Klima und Gesundheit

„Ältere Menschen sind durch die häufigeren und intensiveren Hitzeperioden besonders betroffen. Gesundheitliche Belastungen führen oft zu Mobilitätseinschränkungen. Wer sich zurückzieht, bewegt sich weniger, verliert soziale Kontakte und gesellschaftliche Teilhabe. Hitzestress und Angst vor Überhitzung verstärken psychische Belastungen und mindern das Wohlbefinden, was die Lebensqualität weiter reduziert. Ein Großteil der Todesfälle während Hitzeperioden betrifft alleinlebende Menschen – häufig ältere Personen. Fehlende soziale Kontakte erhöhen das Risiko zusätzlich, während unterstützende Netzwerke, wie etwa eine aktive Nachbarschaft Leben retten können. Um ältere Menschen wirksam zu schützen, braucht es gezielte Maßnahmen: soziale Unterstützung, gesundheitliche Prävention, Berücksichtigung ihrer Lebensrealitäten durch die Politik sowie eine hitzeresiliente Stadtplanung. Begrünung, Beschattung, Trinkbrunnen, Sitzgelegenheiten, barrierefreie Wege und öffentliche Toiletten erleichtern das Unterwegssein und fördern soziale Kontakte. Die Förderung von Fuß- und Radverkehr und die Gestaltung des Lebensumfelds können dazu wesentlich beitragen.“

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Welche Lehren aus dem Hitzesommer 2026 aus Mobilitätssicht zu ziehen sind

Österreich hat den heißesten Sommer seiner Messgeschichte hinter sich. Es war ein Sommer voll großem menschlichen Leid: 646 hitzebedingte Todesfälle allein im Juni und Juli. In den Wochen danach wurde viel darüber gesprochen, wie sich Menschen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld vor Hitze schützen lassen. Wir sprechen über Beschattung, über Entsiegelung, über Begrünung und über Trinkbrunnen. All das sind wichtige Ansätze, und es braucht sie alle und mehr. Sie haben jedoch eine gemeinsame Voraussetzung, über die kaum jemand spricht: Sie brauchen Platz. Und dieser Platz ist in unseren Städten und Ortskernen fast überall bereits vergeben, allzu oft an das Auto.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

VCÖ: Anteil der Kinder, die zu Fuß zur Schule gehen, steigt – jener, die mit Rad fahren, sinkt

VCÖ (Wien, 4. September 2026) – Am Montag beginnt in Wien, Niederösterreich und Burgenland die Schule, eine Woche später in den anderen sechs Bundesländern. Der Schulweg ist eine große Chance, den zunehmenden Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen zu reduzieren. Kinder, die zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen oder in Kombination mit dem Öffentlichen Verkehr, bewegen sich regelmäßig, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. Der Anteil der Kinder, die am Schulweg häufig zu Fuß mobil sind, ist in Österreich in den vergangenen Jahren gestiegen, der Anteil der radfahrenden Kinder hingegen gesunken. Im Bundesländer-Vergleich sind beim Zu-Fuß-Gehen am Schulweg die Kinder in Vorarlberg und Wien Spitzenreiter, beim Radfahren Salzburgs Kinder, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten des BMIMI zeigt. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, damit Kinder sicher zu Fuß und mit dem Rad mobil sein können.

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Drei Kinder mit Schultasche auf dem Schulweg, welche von hinten gezeigt werden und einen Gehsteig entlang gehen.