Aus der Forschung – Tamara Bauer

„Für ältere Menschen braucht es gezielte Maßnahmen“

Porträtfoto von Tamara Bauer
Tamara Bauer, Kompetenzzentrum Klima und Gesundheit

„Ältere Menschen sind durch die häufigeren und intensiveren Hitzeperioden besonders betroffen. Gesundheitliche Belastungen führen oft zu Mobilitätseinschränkungen. Wer sich zurückzieht, bewegt sich weniger, verliert soziale Kontakte und gesellschaftliche Teilhabe. Hitzestress und Angst vor Überhitzung verstärken psychische Belastungen und mindern das Wohlbefinden, was die Lebensqualität weiter reduziert. Ein Großteil der Todesfälle während Hitzeperioden betrifft alleinlebende Menschen – häufig ältere Personen. Fehlende soziale Kontakte erhöhen das Risiko zusätzlich, während unterstützende Netzwerke, wie etwa eine aktive Nachbarschaft Leben retten können. Um ältere Menschen wirksam zu schützen, braucht es gezielte Maßnahmen: soziale Unterstützung, gesundheitliche Prävention, Berücksichtigung ihrer Lebensrealitäten durch die Politik sowie eine hitzeresiliente Stadtplanung. Begrünung, Beschattung, Trinkbrunnen, Sitzgelegenheiten, barrierefreie Wege und öffentliche Toiletten erleichtern das Unterwegssein und fördern soziale Kontakte. Die Förderung von Fuß- und Radverkehr und die Gestaltung des Lebensumfelds können dazu wesentlich beitragen.“

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Straßensanierung für die Transformation nutzen

VCÖ - Mobilität mit Zukunft (September 2026) – Klimawandelanpassung im öffentlichen Raum und Verkehr hängen eng zusammen. Ohnehin anfallende Baustellen bieten die Chance, Straßenräume durch Umgestaltung ressourcenschonend zu klimaangepassten und attraktiven Mobilitäts- und Aufenthaltsräumen zu transformieren.

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VCÖ: Österreich hat bereits 129.600 Kilometer Straßen – Bodenschutz muss Priorität bekommen

VCÖ (Wien, 11. August 2026) – Österreichs Lebensmittelversorgung ist durch Klimawandel und Bodenversiegelung bedroht, warnte gestern die Hagelversicherung. Die Mobilitätsorganisation VCÖ fordert als Konsequenz den verstärkten Schutz von Österreichs Böden vor einer weiteren Verbauung durch zusätzliche Straßen oder Parkplätze. In Österreich sind bereits fast 3.000 Quadratkilometer Böden versiegelt, allein der Verkehr ist für 42 Prozent der Versiegelung verantwortlich, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der ÖROK zeigt. In den vergangenen drei Jahren wurde im Schnitt jeden Tag die Fläche eines großen Fußballfelds für den Straßenverkehr verbaut, verdeutlicht der VCÖ.

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Foto: Autobahn, auf welcher einige Pkw und Lkw fahren