Aus der Forschung – Tamara Bauer

„Für ältere Menschen braucht es gezielte Maßnahmen“

Porträtfoto von Tamara Bauer
Tamara Bauer, Kompetenzzentrum Klima und Gesundheit

„Ältere Menschen sind durch die häufigeren und intensiveren Hitzeperioden besonders betroffen. Gesundheitliche Belastungen führen oft zu Mobilitätseinschränkungen. Wer sich zurückzieht, bewegt sich weniger, verliert soziale Kontakte und gesellschaftliche Teilhabe. Hitzestress und Angst vor Überhitzung verstärken psychische Belastungen und mindern das Wohlbefinden, was die Lebensqualität weiter reduziert. Ein Großteil der Todesfälle während Hitzeperioden betrifft alleinlebende Menschen – häufig ältere Personen. Fehlende soziale Kontakte erhöhen das Risiko zusätzlich, während unterstützende Netzwerke, wie etwa eine aktive Nachbarschaft Leben retten können. Um ältere Menschen wirksam zu schützen, braucht es gezielte Maßnahmen: soziale Unterstützung, gesundheitliche Prävention, Berücksichtigung ihrer Lebensrealitäten durch die Politik sowie eine hitzeresiliente Stadtplanung. Begrünung, Beschattung, Trinkbrunnen, Sitzgelegenheiten, barrierefreie Wege und öffentliche Toiletten erleichtern das Unterwegssein und fördern soziale Kontakte. Die Förderung von Fuß- und Radverkehr und die Gestaltung des Lebensumfelds können dazu wesentlich beitragen.“

Zurück zur Übersicht

VCÖ: Neuer Radverkehrsrekord im heurigen Winter in Wien

VCÖ (Wien, 30. März 2022) – Im heurigen Winter wurde in Wien so fleißig wie noch nie in diesem Jahrhundert in der kalten Jahreszeit in die Pedale getreten, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Mit 1,057 Millionen Radfahrerinnen und Radfahrer wurde zum zweiten Mal infolge die Millionen Grenze überschritten bei jenen zwölf Radverkehrszählstellen, die es schon seit dem Jahr 2013 gibt. Im Vergleich zum Winter vor fünf Jahren nahm der Radverkehr sogar um zwei Drittel zu. Der VCÖ sieht Stadt und die Bezirke gefordert, den Radfahrerinnen und Radfahrern in Wien mehr Platz zu geben.

Mehr dazu
Foto: Sarah Duit

Gesunde Städte durch gesunde Mobilität

Der Kfz-Verkehr ist in Städten noch immer ein zentraler Verursacher gesundheitsschädlicher Schadstoffe , führt durch dauerhaften Verkehrslärm zu Gesundheitsschäden und durch Verkehrsunfälle zu Verletzten und Todesfällen. Nicht zuletzt führen das dichte Straßennetz und die großen Parkplatzflächen an heißen Tagen zu gesundheitsgefährdendem Hitzestau. Die VCÖ-Publikation „Gesunde Städte durch gesunde Mobilität“ bespricht neben diesen negativen Effekten auch welchen Beitrag Mobilität zur Gesundheitsförderung leisten kann.

Mehr dazu