Aus der Foschung – Jutta Deffner

„Positive Gesamtatmosphäre für alle Reisenden schaffen“

Porträtfoto von Jutta Deffner
Jutta Deffner, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE)

„In der Studie „Bahnhof der Zukunft als intermodale Plattform“ haben wir in mehreren Befragungen erhoben, was es aus Sicht (potenzieller) Nutzerinnen und Nutzer braucht, um Bahnhöfe zu zentralen, attraktiven Orten der Mobilität zu machen. Dazu zählt insbesondere die Notwendigkeit einer positiven Gesamtatmosphäre für alle Reisenden. Sie vereint lückenlose und einheitliche räumliche Orientierung, Sicherheit sowie Aufenthalts- und Wartequalität und nicht zuletzt Sauberkeit. Darüber hinaus besteht ein Bedarf an qualitativ hochwertigen intermodalen Angeboten, die über den klassischen Öffentlichen Verkehr hinausgehen, wie Bike-and-Ride und Sharingmobilität inklusive einer anbieterübergreifenden, niederschwelligen Information und Kommunikation, wie diese Angebote in der Praxis funktionieren. Viele Menschen haben noch wenig bis keine Erfahrung damit und müssen diese erst sammeln. Gute Kommunikation sollte Lust darauf machen und zur Nutzung einladen. An Bahnhöfen als öffentliche Orte einer zukunftsfähigen Mobilitätskultur erwarten die Nutzerinnen und Nutzer, dass sie sich gut umsorgt fühlen und flexibel mobil sein können.“

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In Wien sind Unter-40-Jährige und Frauen am häufigsten autofrei mobil

VCÖ (Wien, 22. September 2026) - Die Wiener Bevölkerung legt insgesamt drei von vier Alltagswegen autofrei zurück. Doch zwischen den Altersgruppen und Bezirken sowie zwischen Männern und Frauen gibt es hinsichtlich der autofreien Mobilität große Unterschiede, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Stadt Wien anlässlich des heutigen – europaweiten - autofreien Tags zeigt. Die Unter-40-Jährigen sind häufiger autofrei mobil als der Durchschnitt und Frauen sind häufiger autofrei mobil als Männer.

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Foto: Lächelnde Person auf Fahrrad. Im Hintergrund ist ein Markt zu sehen.

VCÖ: Österreich war im Vorjahr EU-Spitzenreiter beim Bahnfahren – Schweiz ist Europameister

VCÖ (Wien, 21. September 2026) – Die Schweiz ist Europas Spitzenreiter beim Bahnfahren, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der EU-Kommission zeigt. Österreich ist mit 1.640 Kilometern, die im Vorjahr pro Einwohnerin und Einwohner mit der Bahn gefahren wurden, Vize-Europameister und EU-Champion. Das Potenzial für den verstärkten Umstieg vom Auto auf die Bahn ist in Österreich gerade angesichts der stark gestiegenen Spritpreise groß, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. Als Anreiz fordert der VCÖ, dass bis Jahresende sowohl die regionalen als auch das österreichweite Klimaticket um 20 Prozent verbilligt wird. Unternehmen können wiederum mit Öffi-Jobticket und anderen Maßnahmen ihre Beschäftigten unterstützen, damit sie klimafreundlicher und kostengünstiger mobil sein können.

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