Aus der Praxis – Alexander Frötscher

„Bevorrangung des Öffentlichen Verkehrs durch C-ITS“

Porträtfoto von Alexander Frötscher
Alexander Frötscher, AustriaTech

„C-ITS steht für Datenkommunikation zwischen Fahrzeug und Verkehrsinfrastruktur. Diese Vernetzung wird in der Öffentlichkeit oft stark mit privaten Pkw verbunden. Die Technologie kommt jedoch speziell auch bei öffentlichen Mobilitätsangeboten und Services zur Anwendung. Der Einsatz von C-ITS ermöglicht eine effektive Bevorrangung des Öffentlichen Verkehrs, aber auch von Einsatzfahrzeugen, an Kreuzungen mit entsprechend ausgerüsteten Ampeln. Dies wirkt sich positiv auf den Linienbetrieb aus: Die Fahrzeiten werden optimiert und damit erhöhen sich auch Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit des Öffentlichen Verkehrs. Darüber hinaus wird das Fahrpersonal beim vorausschauenden und energiesparenden Fahren sowie auch in verkehrskritischen Situationen unterstützt. Die Einführung von C-ITS basiert auf EU-weit einheitlichen technischen Spezifikationen, die in der C-Roads Plattform definiert und öffentlich zugänglich gemacht werden. Derzeit ist C-ITS in mehr als 50 Städten in der EU im Einsatz. In Österreich wird die Bevorrangung mittels C-ITS auf ersten Streckenabschnitten in Wien, Graz, Linz und Klagenfurt umgesetzt.“

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VCÖ-Fachkonferenz: International und national setzen immer mehr Städte auf Tempo 30 und Verkehrsberuhigung

VCÖ (Wien, 11. Jänner 2024) – Verkehrsberuhigung und Tempo 30 statt 50 sind wirksame Maßnahmen, um im Ortsgebiet die Zahl der Unfälle und den Verkehrslärm zu verringern und die Lebensqualität für die Bevölkerung zu erhöhen, wie bei der heutigen VCÖ-Fachkonferenz präsentierte Good-Practice Beispiele aus dem In- und Ausland zeigten. So hat Helsinki durch Tempo 30 in Wohngebieten die Fußgängerunfälle um ein Drittel gesenkt. Wales erwartet Einsparungen im Gesundheitssektor von umgerechnet 100 Millionen Euro pro Jahr durch Tempo 30 im Ortsgebiet.

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Foto: Sarah Duit

VCÖ: Jeder 3. im Vorjahr tödlich verunglückte Fußgänger war älter als 80 Jahre

VCÖ (Wien, 7. Jänner 2024) – 49 Fußgängerinnen und Fußgänger wurden im Vorjahr in Österreich bei Verkehrsunfällen getötet und damit gleich viele wie im Jahr 2022, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. Die größte Opfergruppe waren Seniorinnen und Senioren. Jedes dritte Todesopfer war älter als 80 Jahre, jedes zweite Todesopfer älter als 65 Jahre, wie die VCÖ-Analyse zeigt. Drei Viertel der tödlichen Fußgängerunfälle passierten im Ortsgebiet. Der VCÖ fordert Maßnahmen für ein seniorengerechtes und fehlertolerantes Verkehrssystem mit mehr Verkehrsberuhigung und mehr Tempo 30 statt 50 im Ortsgebiet.

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