Public-Health Expertin Anita Rieder, Vizerektorin Med-Uni Wien

„Gesunde und sichere Bewegung fördern“

Wichtige Gesundheitsentscheidungen betreffen nicht nur den Gesundheitssektor, sondern auch Mobilität. „Gesunde und sichere Bewegung im Alltag fördern“, lautet eines der zehn Gesundheitsziele, die von der Bundesregierung beschlossen wurden. Aus meiner Sicht ist das auch eine wesentliche Aufgabe der Städteplanung. Diese gesundheitsförderliche Strategie sollte sich langfristig auch auf die Gesundheit der Bevölkerung messbar auswirken. Ein großes Gesundheitsproblem ist die Zuckerkrankheit (besonders Typ 2 Diabetes). In der Diabetesprävention ist die Steigerung der Alltagsbewegung ein zentrales Element. 85 Prozent der nicht berufsbezogenen „Sitzzeiten“ sind vor allem durch Autofahrten sowie Fernsehen beziehungsweise Bildschirmnutzung verursacht. Das Fördern von Gehen, Radfahren und weiteren aktiven Mobilitätsformen wirkt dem entgegen. Wichtig ist es, die Stadt so zu gestalten, dass im Alltag und in den städtischen Erholungs- und Freizeitzonen für eine sichere Bewegung für Kinder und Erwachsene gesorgt ist. Das Instrument der Gesundheitsfolgenabschätzung in der Städteplanung einzusetzen, sollte dabei Standard werden.

Anita Rieder
Medizinische Universität Wien,
Vizerektorin für Lehre, Leiterin
Zentrum für Public Health

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VCÖ und LKW FRIENDS on the Road: Jeder zweite tödliche Lkw-Unfall wurde im Vorjahr von einem Pkw verursacht

Wien, (23. Juli 2026) – Im Vorjahr kamen 73 Menschen bei Verkehrsunfällen mit Lkw-Beteiligung in Österreich ums Leben. Lkw-Beteiligung heißt aber nicht, dass die Unfälle von Lkw verursacht wurden. Im Gegenteil, eine Analyse von VCÖ und dem Verein LKW FRIENDS on the Road auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt, dass rund jeder zweite tödliche Lkw-Unfall von Pkw verursacht wurde. VCÖ und LKW FRIENDS on the Road sprechen sich für wirksame unfallvermeidende Maßnahmen aus: „Jeder tödliche Verkehrsunfall ist einer zu viel.“

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Foto: Kleines Kreuz mit Kerzen neben einer Freilandstraße

Mobilität in Gemeinden und Städten wirksam verbessern

VCÖ - Mobilität mit Zukunft (2026) – Gemeinden und Städte sind zentrale Akteure der Mobilitätswende. Kommunales Mobilitätsmanagement entlastet das Budget, belebt den Ortskern und sichert Teilhabe, oft mit überschaubaren Mitteln. Gemeinden haben dabei mehr Handlungsspielraum, als oft angenommen.

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Geschwindigkeitsanzeige, die anzeigt, dass zu schnell gefahren wird