Aus der Praxis - Barbara Hammerl

Verkehrsberuhigung wirkt positiv auf die Lebensqualität der Menschen

Barbara Hammerl, Geschäftsführerin StadtLABOR – Innovationen für urbane Lebensqualität GmbH

„Es gibt selten Klimaschutzmaßnahmen, die im Verhältnis von Aufwand und Nutzen so sinnvoll und effizient umzusetzen wären, wie das aktuell diskutierte Tempolimit von 30 Stundenkilometern im Ortsgebiet. Neben der Reduktion von Treibhausgas-Emissionen und einer höheren Verkehrssicherheit wirken sich Verkehrsberuhigungen auch positiv auf die Lebensqualität der Menschen in einem Stadtviertel aus, da sie oft auch mit einer Attraktivierung des öffentlichen Raums einhergehen – siehe Superblocks in Barcelona oder Begegnungszonen in mittlerweile einigen Städten in Österreich. Umso erstaunlicher ist die Mutlosigkeit unserer Politik, die sich zu keiner Entscheidung durchringen kann.“

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VCÖ: Im Straßenverkehr verunglücken mehr als viermal so viele junge Männer tödlich wie junge Frauen

VCÖ (Wien, 7. März 2025) In der Verkehrssicherheit sind die Geschlechterunterschiede groß, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zum Weltfrauentag am 8. März zeigt. Insgesamt verursachen Männer doppelt so viele Verkehrsunfälle mit Personenschaden wie Frauen und sogar dreieinhalb Mal so viele tödliche Verkehrsunfälle. Bei den Unfallopfern ist der Unterschied bei den 15- bis 24-Jährigen am größten: In den vergangenen vier Jahren kamen viereinhalb Mal so viele junge Männer wie junge Frauen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Weiteres Ergebnis der VCÖ-Analyse: 43 Prozent der weiblichen Verkehrstoten waren Seniorinnen, der Anteil tödlicher Unfälle im Ortsgebiet ist bei Frauen höher als bei Männern. Durch eine seniorengerechte Verkehrsplanung und mehr Verkehrsberuhigung im Ort kann ihre Verkehrssicherheit deutlich erhöht werden, betont der VCÖ.

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Foto: Kleines Kreuz mit Kerzen neben einer Freilandstraße

VCÖ: Feinstaub- und Stickstoffdioxid Belastung in Österreich war im Vorjahr aus Gesundheitssicht zu hoch

VCÖ (Wien, 3. März 2025) – Auch wenn die derzeit geltenden Grenzwerte im Vorjahr eingehalten wurden, ist die Luftqualität in Österreich aus Gesundheitssicht alles andere als gut, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten des Umweltbundesamts zeigt. Die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Richtwerte wurden bei 107 von 147 Stickstoffdioxid-Messstellen und bei 73 von 75 PM2,5-Feinstaub-Messstellen überschritten. Luftschadstoffe machen krank, verursachen Atemwegs- und Herzkreislauf-Erkrankungen. Deshalb braucht es rasch verstärkte Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität. Die IGL-Tempolimits sind beizubehalten, umso mehr als auch die künftig EU-weit geltenden Grenzwerte im Vorjahr bei jeder dritten PM2,5-Messstelle und jeder siebten NO2-Messstelle überschritten wurden.

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Digitale Anzeigetafel auf einer Autobahn, welche aufgrund des Immisionsschutzgesetzes-Luft Tempo 100 anzeigt