Aus der Praxis – Birgit Gerstorfer

„Sicherheit von älteren Menschen muss bei der Verkehrsplanung stärker berücksichtigt werden“

Porträtfoto von Birgit Gerstorfer
Birgit Gerstorfer, Präsidentin Pensionistenverband Österreichs (PVÖ)

„Mobilität ist die Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Leider ist es eine Tatsache, dass ältere Menschen im Straßenverkehr überdurchschnittlich häufig schwer verletzt oder sogar getötet werden. Einen besonders hohen Anteil haben hier Fußgängerinnen und Fußgänger – und meistens passieren diese Unfälle im Ortsgebiet. Das zeigt, dass unser Verkehrssystem auf ältere Menschen zu wenig Rücksicht nimmt. Dabei ist Mobilität die Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und für ein selbstbestimmtes Leben. Der Pensionistenverband fordert daher unter anderem, dass die Sicherheit von älteren Menschen bei der Verkehrsplanung noch stärker berücksichtigst werden muss – unter anderem durch längere Ampelphasen, Ausbau der Gehsteige und bessere Beleuchtung. Ebenso sollten ungesicherte Bahnübergänge endlich der Vergangenheit angehören. Distanzen zwischen Zebrastreifen sollten verringert und so mehr sichere Querungsmöglichkeiten geschaffen werden. Unübersichtliche Straßenübergänge sollten entschärft werden.“

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Erfolgreiche Verkehrsberuhigung in Mailand

Mailand führte im Jahr 1985 Zufahrtsregulierungen ein, im Jahr 2008 folgte ein Gebühren-System basierend auf Emissionsklassen, im Jahr 2012 wurde auf eine Stau-Gebühr umgestellt. Der Durchzugsverkehr reduzierte sich im Jahr 2012 im Vorjahresvergleich um 31 Prozent, auch Feinstaub- und Stickoxid-Emissionen reduzierten sich.

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Elektronisches Schild bei Zufahrtskontrolle für Pkw in Mailand

VCÖ: 64 Verkehrstote im 1. Quartal sind Mahnung verstärkte Verkehrssicherheitsmaßnahmen umzusetzen

VCÖ (Wien, 1. April 2026) – Statt zu sinken war auch heuer im 1. Quartal die Zahl der Verkehrstoten in Österreich hoch. 64 Menschen kamen in den ersten drei Monaten bei Verkehrsunfällen in Österreich ums Leben und damit um eine Person mehr als in den ersten drei Monaten des Vorjahres, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Die meisten Verkehrstoten gab es in Niederösterreich mit 22. Zwei Bundesländer, Wien und das Burgenland, erreichten das Ziel „null Verkehrstoten“. Durch das eigene Fahr- und Mobilitätsverhalten kann das Unfallrisiko deutlich reduziert werden, betont der VCÖ. Zudem sind verstärkte Verkehrssicherheitsmaßnahmen nötig.

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Foto: Kleines Kreuz mit Kerzen neben einer Freilandstraße