Aus der Praxis – Birgit Gerstorfer

„Sicherheit von älteren Menschen muss bei der Verkehrsplanung stärker berücksichtigt werden“

Porträtfoto von Birgit Gerstorfer
Birgit Gerstorfer, Präsidentin Pensionistenverband Österreichs (PVÖ)

„Mobilität ist die Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Leider ist es eine Tatsache, dass ältere Menschen im Straßenverkehr überdurchschnittlich häufig schwer verletzt oder sogar getötet werden. Einen besonders hohen Anteil haben hier Fußgängerinnen und Fußgänger – und meistens passieren diese Unfälle im Ortsgebiet. Das zeigt, dass unser Verkehrssystem auf ältere Menschen zu wenig Rücksicht nimmt. Dabei ist Mobilität die Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und für ein selbstbestimmtes Leben. Der Pensionistenverband fordert daher unter anderem, dass die Sicherheit von älteren Menschen bei der Verkehrsplanung noch stärker berücksichtigst werden muss – unter anderem durch längere Ampelphasen, Ausbau der Gehsteige und bessere Beleuchtung. Ebenso sollten ungesicherte Bahnübergänge endlich der Vergangenheit angehören. Distanzen zwischen Zebrastreifen sollten verringert und so mehr sichere Querungsmöglichkeiten geschaffen werden. Unübersichtliche Straßenübergänge sollten entschärft werden.“

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VCÖ: Im Verhältnis zur Einwohnerzahl in Wien um 80 Prozent weniger Verkehrstote als im Österreich-Schnitt

VCÖ (Wien, 3. Februar 2023) – Im Bundesländer-Vergleich ist die Verkehrssicherheit in Wien am höchsten. Pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner kamen in Wien in den vergangenen drei Jahren um 80 Prozent weniger Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben als im Österreich-Schnitt, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Wiens Verkehrssicherheit profitiert davon, dass die Wienerinnen und Wiener die Mehrheit ihrer Wege mit Öffis und zu Fuß zurücklegen, erklärt die Mobilitätsorganisation VCÖ. Zudem ist in der Stadt das Tempo des Verkehrs niedriger, was die Verkehrssicherheit erhöht. Aber in den vergangenen zwei Jahren ist die Zahl der tödlichen Unfälle gestiegen. Verstärkte Maßnahmen sind nötig, betont der VCÖ.

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VCÖ: Im Vorjahr wurden 49 Fußgängerinnen und Fußgänger bei Verkehrsunfällen getötet – fast die Hälfte der Opfer 70 Jahre oder älter

VCÖ (Wien, 27. Jänner 2023) – Die Zahl der tödlichen Fußgängerunfälle ist in Österreich im Vorjahr stark gestiegen. 49 Fußgängerinnen und Fußgänger wurden bei Verkehrsunfällen getötet, um zwölf mehr als im Jahr 2021 und auch mehr als im Jahr 2018, macht der VCÖ aufmerksam. Die größte Opfergruppe waren Seniorinnen und Senioren. Um die Sicherheit älterer Fußgängerinnen und Fußgänger zu erhöhen, braucht es im Ortsgebiet mehr Verkehrsberuhigung, übersichtliche Übergänge und mehr Tempo 30 statt 50.

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