Aus der Praxis - Doris Schnepf

Die besten Handlungskonzepte müssen verbunden werden

Doris Schnepf, Geschäftsführerin Green4Cities www.green4cities.com

„Intelligente und klimafitte Stadtplanung kann nur über eine wirkungsorientierte Verbindung der unterschiedlichen, für eine Stadt so wichtigen Handlungsfelder stattfinden. Diese sind naturbasierte Lösungen, also grüne und blaue Infrastruktur, Mobilität und Energiewirtschaft unter inklusiver und aktiver Einbindung aller agierenden Gruppen – der dort lebenden Menschen, der öffentlichen Hand, der investierenden Unternehmen und der Fachleute. Die besten Handlungskonzepte müssen und sollen auch in der Praxis verbunden und unter gegebenen Transformationszielen ausverhandelt und umgesetzt werden. Rasches Handeln ist angesagt, dabei sollen auch Fehler passieren dürfen. Dazu wird es innovative Formen der Governance, aber auch der Finanzierung geben müssen – also solche Formen, die private und öffentliche Ressourcen nach Wirkungsvorgaben laut Klimatransformationspfad miteinander verbinden. Auf diese Weise kann eine demokratische, effiziente, inklusive und wirkungsorientierte Transformation unserer Städte über die Fläche hinweg endlich spürbar stattfinden.“

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Welche Lehren aus dem Hitzesommer 2026 aus Mobilitätssicht zu ziehen sind

Österreich hat den heißesten Sommer seiner Messgeschichte hinter sich. Es war ein Sommer voll großem menschlichen Leid: 646 hitzebedingte Todesfälle allein im Juni und Juli. In den Wochen danach wurde viel darüber gesprochen, wie sich Menschen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld vor Hitze schützen lassen. Wir sprechen über Beschattung, über Entsiegelung, über Begrünung und über Trinkbrunnen. All das sind wichtige Ansätze, und es braucht sie alle und mehr. Sie haben jedoch eine gemeinsame Voraussetzung, über die kaum jemand spricht: Sie brauchen Platz. Und dieser Platz ist in unseren Städten und Ortskernen fast überall bereits vergeben, allzu oft an das Auto.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash