Aus der Praxis – Elke Fitz

„Das Recht auf barrierefreie Mobilität und Wind im Haar“

Porträtfoto von Elke Fitz
Elke Fitz, Radeln ohne Alter Österreich

„Mobilität im Alter ist für mich Radeln im beziehungsweise ohne Alter. Warum ohne Alter? Radfahren sollte in jedem Alter problemlos und sicher möglich sein. Sei es mit einem Zweirad oder auf drei Rädern, zu Fuß oder mit dem Scooter. Wir müssen weg von autozentrierter Verkehrsplanung. Im Öffentlichen Raum sollen sich alle Menschen sicher von A nach B bewegen können, ganz egal wie alt sie sind. Seit dem Jahr 2014 beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Transporträder und da kommt man an Kopenhagen nicht vorbei. Per Zufall bin ich damals auf „Cycling without age“ (Radeln ohne Alter) gestoßen. Die Kombination von Sozialem, Freiwilligenarbeit und Radfahren hat mich sofort in den Bann gezogen. Ausflüge mit Rikschas für Menschen, die selbst nicht (mehr) Radfahren können, ihnen wieder Zugang zur Natur und zu gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen, ist ein Geschenk und wird mit Dankbarkeit reich belohnt. Heute, zehn Jahre nach der Vereinsgründung, gibt es österreichweit 45 Standorte von Radeln ohne Alter. Barrierefreiheit soll in unserer Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit werden, indoor und outdoor, im Hochbau, im Fuß- und auch im Radverkehr!

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VCÖ-Fachkonferenz: Mehr Radinfrastruktur vermeidet Unfälle und bringt mehr Radverkehr

VCÖ (Wien, 20. Mai 2026) – Rund 3,8 Millionen Menschen in Österreich ab 16 Jahren nutzen zumindest gelegentlich das Fahrrad als Verkehrsmittel, davon 1,8 Millionen täglich oder mehrmals pro Woche, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Das Potenzial für mehr Radverkehr ist in Österreich groß, vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer, wurde bei der heutigen VCÖ-Fachveranstaltung festgestellt. Eine zentrale Voraussetzung für mehr Radverkehr ist eine sichere Radinfrastruktur. Im Ballungsraum Kopenhagen ist durch die Umsetzung von Radschnellwegen die Zahl der Radfahrerinnen und Radfahrer auf der jeweiligen Route im Schnitt um 52 Prozent gestiegen, in der deutschen Stadt Freiburg hat sich der Radverkehr auf einer neuen Radvorrangroute mehr als verdoppelt.

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Foto: Pink_Badger Adobe_Stock_55479505_M

VCÖ zu Unfallbilanz: Verstärkte unfallvermeidende Maßnahmen nötig!

VCÖ (Wien, 13. Mai 2026) – Statt zu sinken ist die Zahl der Verkehrstoten im Vorjahr um 52 Menschen auf 403 gestiegen. 63 Prozent der Verkehrstoten in Österreich waren im Vorjahr auf Freilandstraßen zu beklagen. 54 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle waren die Folge von Ablenkung, Unachtsamkeit und zu hohem Tempo. Die Zahl der im Straßenverkehr verunglückten Kinder stieg auf den höchsten Wert seit dem Jahr 2007. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen gegen die Hauptunfallursachen sowie ein Maßnahmenpaket für sichere Freilandstraßen und für ein kindgerechtes Verkehrssystem.

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Foto: Kleines Kreuz mit Kerzen neben einer Freilandstraße