Aus der Praxis – Elke Fitz

„Das Recht auf barrierefreie Mobilität und Wind im Haar“

Porträtfoto von Elke Fitz
Elke Fitz, Radeln ohne Alter Österreich

„Mobilität im Alter ist für mich Radeln im beziehungsweise ohne Alter. Warum ohne Alter? Radfahren sollte in jedem Alter problemlos und sicher möglich sein. Sei es mit einem Zweirad oder auf drei Rädern, zu Fuß oder mit dem Scooter. Wir müssen weg von autozentrierter Verkehrsplanung. Im Öffentlichen Raum sollen sich alle Menschen sicher von A nach B bewegen können, ganz egal wie alt sie sind. Seit dem Jahr 2014 beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Transporträder und da kommt man an Kopenhagen nicht vorbei. Per Zufall bin ich damals auf „Cycling without age“ (Radeln ohne Alter) gestoßen. Die Kombination von Sozialem, Freiwilligenarbeit und Radfahren hat mich sofort in den Bann gezogen. Ausflüge mit Rikschas für Menschen, die selbst nicht (mehr) Radfahren können, ihnen wieder Zugang zur Natur und zu gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen, ist ein Geschenk und wird mit Dankbarkeit reich belohnt. Heute, zehn Jahre nach der Vereinsgründung, gibt es österreichweit 45 Standorte von Radeln ohne Alter. Barrierefreiheit soll in unserer Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit werden, indoor und outdoor, im Hochbau, im Fuß- und auch im Radverkehr!

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VCÖ: Im Vorjahr um 74 Prozent mehr Todesopfer bei Lkw-Unfällen

VCÖ (Wien, 22. Mai 2026) – Die Zahl der tödlichen Lkw-Unfälle ist im Vorjahr in Österreich massiv gestiegen: 73 Menschen verloren bei Kollisionen mit Lkw ihr Leben, um 31 mehr als im Jahr 2024, weist die Mobilitätsorganisation VCÖ auf Daten der Statistik Austria hin. Jeder 16. Lkw-Unfall endete tödlich. Die meisten Todesopfer gab es mit 25 in Niederösterreich. Der VCÖ fordert umfassende Maßnahmen, um die Zahl der tödlichen Lkw-Unfälle deutlich zu reduzieren. Neben verstärkten Lkw-Kontrollen sowie der Ausrüstung von Lkw mit Assistenzsystemen sind auch Maßnahmen zur Verlagerung von Gütern auf die Schiene und zur Vermeidung von Lkw-Verkehr durch eine bessere Logistik notwendig.

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Autobahn, auf welcher sehr viele Autos und Lkws zu sehen sind

VCÖ-Fachkonferenz: Mehr Radinfrastruktur vermeidet Unfälle und bringt mehr Radverkehr

VCÖ (Wien, 20. Mai 2026) – Rund 3,8 Millionen Menschen in Österreich ab 16 Jahren nutzen zumindest gelegentlich das Fahrrad als Verkehrsmittel, davon 1,8 Millionen täglich oder mehrmals pro Woche, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Das Potenzial für mehr Radverkehr ist in Österreich groß, vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer, wurde bei der heutigen VCÖ-Fachveranstaltung festgestellt. Eine zentrale Voraussetzung für mehr Radverkehr ist eine sichere Radinfrastruktur. Im Ballungsraum Kopenhagen ist durch die Umsetzung von Radschnellwegen die Zahl der Radfahrerinnen und Radfahrer auf der jeweiligen Route im Schnitt um 52 Prozent gestiegen, in der deutschen Stadt Freiburg hat sich der Radverkehr auf einer neuen Radvorrangroute mehr als verdoppelt.

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