Aus der Praxis - Elke Rauth

Straßen und Plätze rasch und kostengünstig lebenswert machen

Elke Rauth, urbanize! Festival Wien www.urbanize.at

„Die Hitzesommer machen es deutlich: Die Klimakrise ist Realität und bedroht uns alle. Das Auto – auch das E-Auto mit seinem Flächenverbrauch – spielt dabei eine Schlüsselrolle. Vielen Menschen ist das längst bewusst, doch die heimische Politik agiert zögerlich. Dabei zeigen Städte wie Paris, Mailand oder Valencia, dass lebenswerte Straßen und Plätze durch rasche Maßnahmen wie Auto-Verkehrssperren und die Gestaltung mit mobilem Mobiliar, Pflanzen und Farbe, ebenso wie Pop-up-Radwege, kostengünstig und schnell zu gewinnen sind. Wir brauchen Mut zur Innovation in der Politik, den Ausbau von Bürgerschaftsräten und Vorrang für nachhaltige Mobilität bei Planung und Budget. Die Verkehrswende ist entscheidend und muss wohl wie alle großen gesellschaftlichen Veränderungen erkämpft werden.“

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VCÖ: Österreich hat bereits 129.600 Kilometer Straßen – Bodenschutz muss Priorität bekommen

VCÖ (Wien, 11. August 2026) – Österreichs Lebensmittelversorgung ist durch Klimawandel und Bodenversiegelung bedroht, warnte gestern die Hagelversicherung. Die Mobilitätsorganisation VCÖ fordert als Konsequenz den verstärkten Schutz von Österreichs Böden vor einer weiteren Verbauung durch zusätzliche Straßen oder Parkplätze. In Österreich sind bereits fast 3.000 Quadratkilometer Böden versiegelt, allein der Verkehr ist für 42 Prozent der Versiegelung verantwortlich, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der ÖROK zeigt. In den vergangenen drei Jahren wurde im Schnitt jeden Tag die Fläche eines großen Fußballfelds für den Straßenverkehr verbaut, verdeutlicht der VCÖ.

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Foto: Autobahn, auf welcher einige Pkw und Lkw fahren