Aus der Praxis – Heide Studer

„Der Öffentliche Verkehr trägt zu globaler Klimagerechtigkeit bei“

Porträtfoto von Heide Studer
Heide Studer, Landschaftsplanerin und Sozialanthropologin tilia staller.studer og

„Guter Öffentlicher Verkehr ermöglicht leistbare umweltverträgliche Mobilität für alle und benötigt viel weniger Platz in Städten als der Autoverkehr. Dadurch wird in den Straßen Raum frei für Entsiegelung, kühlendes Grün und Wasserelemente. Dies macht heiße Sommer für die, die in der Stadt bleiben, erträglicher. Solche Straßenräume sind für die Lebensqualität zentral, besonders für Kinder, Ältere, Bewohnerinnen und Bewohner mit geringem Einkommen und Menschen, die im Freien arbeiten. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein verringert Emissionen in Österreich und trägt zu globaler Klimagerechtigkeit bei. Denn Menschen im globalen Süden oder in arktischen Regionen verursachen weniger Emissionen, sie und ihre Räume sind von Folgen des Klimawandels aber viel stärker betroffen als wir in Mitteleuropa. In arktischen Gebieten stellt das Auftauen von Permafrostböden die Erhaltung von Straßeninfrastruktur und öffentlichen Räumen vor neue technische Herausforderungen. Hitzephänomene können in Nordafrika, zum Beispiel in kontinentalen Gebieten Marokkos, bedeuteten, dass der öffentliche Raum im Sommer tagsüber bei 45 bis 50 Grad Celsius nicht mehr nutzbar ist.“

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VCÖ begrüßt Österreichs erste Übertragungsverordnung durch das Land Tirol

VCÖ (Wien, 25. Juni 2026) - Die Mobilitätsorganisation VCÖ begrüßt die Entscheidung des Landes Tirol, der Gemeinde Kundl zu ermächtigen, die Einhaltung des Tempolimits im Ort zu kontrollieren. Damit ist das Land Tirol das erste Bundesland, das eine sogenannte Übertragungsverordnung erteilt. Der VCÖ weist darauf hin, dass im Vorjahr in Österreich zwei Drittel der Verkehrsunfälle mit Personenschaden im Ortsgebiet passierten. Die effiziente Überwachung von Tempolimits trägt wesentlich zu mehr Verkehrssicherheit bei.

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VCÖ: Straßenraum rascher und stärker an den Klimawandel anpassen

VCÖ (Wien, 23. Juni 2026) – Die aktuelle Hitzewelle macht spürbar, dass zu viele Straßen in Städten und Gemeinden nach wie vor nicht an den Klimawandel angepasst sind. Asphalt heizt sich in der prallen Sonne auf rund 60 Grad Celsius auf. Gehsteige und Haltestellen in der prallen Sonne, ohne Schatten, sind für ältere Menschen, chronisch Kranke und andere vulnerable Gruppen kaum benützbar und schränken ihre Mobilität massiv ein, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. Laut Statistik Austria fühlt sich fast jede zweite Person in Österreich durch Hitze stark oder eher stark belastet. Der VCÖ fordert Maßnahmen für mehr Schatten bei Gehsteigen und Haltestellen sowie kürzere Rotphasen für Fußgängerampeln.

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