Aus der Praxis – Hugo Houppermanns

„Erfolgreiche Verlagerung von Geschäftsreisen auf die Bahn“

Porträtfoto von Hugo Houppermanns
Hugo Houppermans, MD Coalition Travel Different www.andersreizen.nu

„Unternehmen, die ihren CO2-Fußabdruck verringern wollen, müssen ihr Geschäftsreisekonzept grundlegend überdenken. Der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung liegt in der Schaffung klarer, umsetzbarer Richtlinien, die bei angemessenen Entfernungen Bahnreisen zur Standardwahl machen. Führende Unternehmen (etwa ING und ASML) machen es vor: Ihre Richtlinien schreiben Bahnreisen für Entfernungen unter 700 Kilometer vor und bieten keine Flugoptionen mehr für diese Strecken in ihren Buchungssystemen an. Hinter der erfolgreichen Umsetzung steht ein dreigleisiger Ansatz: Erstens, klare Reiserichtlinien festlegen – mit der Bahn als Standardwahl, unterstützt von benutzerfreundlichen Buchungsplattformen, die Zugoptionen priorisieren. Zweitens, den Beschäftigten Übernachtungen und Reisen in der ersten Klasse ermöglichen, um Komfort und Produktivität zu steigern. Drittens, auf Abteilungsebene robuste Monitoringsysteme mit CO2-Budgets und regelmäßigen Berichten einführen, um die Verantwortlichkeit zu fördern. Beim Umstieg auf die Bahn geht es nicht nur um Nachhaltigkeit, sondern auch um intelligentere und produktivere Geschäftsreisen. Mit der richtigen Umsetzung reduzieren Unternehmen Emissionen und bleiben dabei effizient. Es ist an der Zeit zu handeln!“

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Fahrgast-Check: Viele Haltestellen mit Mängeln

Busse erbringen fast zwei Drittel der Angebotskilometer im Öffentlichen Verkehr Österreichs, Millionen Fahrgäste sind jährlich damit unterwegs. Viele von ihnen warten auf ihr Fahrzeug an einem nackten Schild am Straßenrand: ohne Dach, ohne Sitzgelegenheit, manchmal nicht barrierefrei und viel zu oft ohne gesicherten Weg über die Fahrbahn. Die VCÖ-Initiative „Haltestellen im Fahrgast-Check“ hat im Frühjahr 2026 erstmals landesweit erfasst, wie es um die Bushaltestellen in Österreich steht. Das Ergebnis ist eindeutig – und der Handlungsbedarf groß.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

VCÖ: Vieles neu macht der Mai bei E-Scooter, E-Bikes, Klimaticket und automatisierte Zufahrtskontrollen

VCÖ (Wien, 29. April 2026) – Mit 1. Mai tritt die 36. StVO-Novelle in Kraft, die einige Neuerungen bringt. So müssen E-Scooter mit Blinkern, Lichtanlage und Klingel ausgerüstet sein. Bis zum vollendeten 16. Lebensjahr gilt eine Helmpflicht für das Fahren mit E-Scootern, für das Fahren mit E-Bikes gilt diese bis zum vollendeten 14. Lebensjahr. Zudem können Städte nun kamerabasierte Zufahrtskontrollen einführen. Europaweit haben bereits rund 500 Städte kamerabasierte Zufahrtskontrollen, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt. Und es gibt neu ein zweimonatiges Schnupper-Klimaticket für das Fahren mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln in Österreich.

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