Aus der Praxis – Hugo Houppermanns

„Erfolgreiche Verlagerung von Geschäftsreisen auf die Bahn“

Porträtfoto von Hugo Houppermanns
Hugo Houppermans, MD Coalition Travel Different www.andersreizen.nu

„Unternehmen, die ihren CO2-Fußabdruck verringern wollen, müssen ihr Geschäftsreisekonzept grundlegend überdenken. Der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung liegt in der Schaffung klarer, umsetzbarer Richtlinien, die bei angemessenen Entfernungen Bahnreisen zur Standardwahl machen. Führende Unternehmen (etwa ING und ASML) machen es vor: Ihre Richtlinien schreiben Bahnreisen für Entfernungen unter 700 Kilometer vor und bieten keine Flugoptionen mehr für diese Strecken in ihren Buchungssystemen an. Hinter der erfolgreichen Umsetzung steht ein dreigleisiger Ansatz: Erstens, klare Reiserichtlinien festlegen – mit der Bahn als Standardwahl, unterstützt von benutzerfreundlichen Buchungsplattformen, die Zugoptionen priorisieren. Zweitens, den Beschäftigten Übernachtungen und Reisen in der ersten Klasse ermöglichen, um Komfort und Produktivität zu steigern. Drittens, auf Abteilungsebene robuste Monitoringsysteme mit CO2-Budgets und regelmäßigen Berichten einführen, um die Verantwortlichkeit zu fördern. Beim Umstieg auf die Bahn geht es nicht nur um Nachhaltigkeit, sondern auch um intelligentere und produktivere Geschäftsreisen. Mit der richtigen Umsetzung reduzieren Unternehmen Emissionen und bleiben dabei effizient. Es ist an der Zeit zu handeln!“

Zurück zur Übersicht

VCÖ: Österreich ist klarer EU-Spitzenreiter im Schienenverkehr

VCÖ (Wien, 20. September 2024) – In keinem anderen EU-Land werden pro Person so viele Kilometer mit Bahn, Bim und U-Bahn gefahren wie in Österreich, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von jetzt veröffentlichten Daten der EU-Kommission zeigt. Mit 2.160 Kilometer pro Person und Jahr werden in der rot-weiß-roten Alpenrepublik doppelt so viele Kilometer auf der Schiene gefahren wie im EU-Schnitt, gleichzeitig wird weniger mit dem Auto gefahren als im EU-Schnitt. Europameister im Schienenverkehr ist aber die Schweiz. Die Mobilitätsorganisation VCÖ betont, dass es in Österreich im Schienenverkehr vor allem bei den Stadt-Umland-Verbindungen und in den Regionen Verbesserungen braucht.  

Mehr dazu

VCÖ-Bahnhofstest: Wien Westbahnhof sowie Bahnhof von Lienz und Frohnleiten von Fahrgästen am besten bewertet

Wien (VCÖ, 29. August 2024) – Der Bahnhof von Lienz in Osttirol und Frohnleiten in der Steiermark sowie der Wiener Westbahnhof wurden von den Fahrgästen beim diesjährigen VCÖ-Bahnhofstest am besten bewertet. Zum schönsten Bahnhof wurden von den Fahrgästen der Wiener Hauptbahnhof und der Bahnhof Feldkirch in Vorarlberg gewählt. Beim VCÖ-Bahnhofstest haben rund 13.500 Fahrgäste in den Zügen sowie online die Bahnhöfe bewertet. Insgesamt sehen die Fahrgäste bei den Wartebereichen, den WC-Anlagen und der Anzahl der E-Ladestationen den größten Verbesserungsbedarf. Drei Viertel der Fahrgäste kommen zu Fuß, mit Öffis oder mit dem Fahrrad zum Bahnhof, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ auf ein weiteres Ergebnis aufmerksam.

Mehr dazu