Aus der Praxis - Jakob Dunkl

Wir verweigerten uns dem fragwürdigen Ansatz

Jakob Dunkl, Architekt querkraft, www.querkraft.at

Es wurde zu einem Architekturwettbewerb für ein zukunftsweisendes Parkhaus eingeladen. Ein bestehendes City-Parkhaus aus den 1960er-Jahren in Stuttgart mit fast 700 Abstellplätzen war für die heutigen dicken Autos zu klein geworden. Abriss und Neubau war die gewünschte Lösung. Eine belebte Erdgeschoßzone, ein paar Carsharing-Parkplätze und E-Lademöglichkeiten sollten aus dem Parkhaus einen „Smart Mobility Hub“ machen. Wir verweigerten uns diesem fragwürdigen Ansatz, nahmen aber trotzdem an dem Wettbewerb teil. Stellt doch die Autos wenigstens in ein extrem kompaktes, vollautomatisches Parkregal, welches wieder zerlegt und recycelt werden kann, wenn sich die Mobilitätspolitik endlich tiefgreifend geändert hat! Gepaart mit Nutzungen, die der Öffentlichkeit dienen, inklusive öffentlich zugänglichem „Stadtwald“ am Dach. Dies haben wir, obwohl ausdrücklich nicht gewünscht, als Entwurf vorgelegt und sogar noch den dritten Platz belegt. Gebaut wird aber – noch – Rückschritt.

Zurück zur Übersicht

Aus der Praxis - Betül Bretschneider

Begrünen gegen sommerliche Überhitzung

Mehr dazu

Wenn Wohnen mobil macht

Wie das Wohnumfeld gestaltet wird, hat großen Einfluss darauf, ob es Menschen einfach gemacht wird, klimaverträglich und energiesparend mobil zu sein. Beispielgebende Lösungen dazu werden beim VCÖ-Mobilitätspreis immer wieder ausgezeichnet. Gleich ob Krummnussbaum oder Wien – die Beispiele machen Schule und regen zur Nachahmung an.

Mehr dazu