Aus der Praxis – Johannes Pressl

„Aktive Mobilität ist für uns gelebter Alltag“

Porträtfoto von Johannes Pressl
Johannes Pressl, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes

Aktive Mobilität hat für unsere Gemeinden heute einen hohen Stellenwert. Die Menschen wünschen sich sichere Geh- und Radwege, kurze Wege zu Schule, Arbeit und Nahversorgung sowie lebendige Ortszentren. Als Gemeinden schaffen wir dafür die Infrastruktur: durchgängige Radverbindungen, sichere Schulwege, Verkehrsberuhigung und gute Anbindung an den Öffentlichen Verkehr. Damit sorgen wir dafür, dass unsere Bürgerinnen und Bürger sicher an ihre Ziele kommen. Ich persönlich erledige in meiner Gemeinde alle Wege mit dem Fahrrad – bei jedem Wetter. Das hält nicht nur fit, sondern ermöglicht einen direkten Blick auf unsere Infrastruktur: So erlebe ich täglich, wo es gut läuft und wo wir besser werden müssen. Aktive Mobilität ist für mich und für uns in den Gemeinden keine Theorie, sondern gelebter Alltag. Und weil es unser Credo ist, dass wir in den Gemeinden das Zusammenleben der Menschen vor Ort bestmöglich organisieren, ist es auch ein klarer Auftrag an uns Gemeinden

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VCÖ: Mehr als 2,6 Millionen Fahrrad-Haushalte in Österreich

VCÖ (Wien, 27. Mai 2026) - In Österreich besitzen laut Statistik Austria 63 Prozent aller Haushalte zumindest ein funktionstüchtiges Fahrrad. Zwischen den Bundesländern gibt es bei den Fahrrad-Haushalten einige Unterschiede, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. In Oberösterreich und Salzburg ist der Anteil der Fahrrad-Haushalte mit 71 Prozent am höchsten, in Wien mit 52 Prozent am niedrigsten. Wien ist aber das einzige Bundesland, wo es mehr Rad-Haushalte als Auto-Haushalte gibt. Beim VCÖ-Mobilitätspreis Österreich sind Projekte gesucht, die es der Bevölkerung erleichtern, das Fahrrad häufiger als Verkehrsmittel nutzen zu können.

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Foto: Drei Fahrradfahrerinnen vor einer Straßenüberquerung

VCÖ-Fachkonferenz: Mehr Radinfrastruktur vermeidet Unfälle und bringt mehr Radverkehr

VCÖ (Wien, 20. Mai 2026) – Rund 3,8 Millionen Menschen in Österreich ab 16 Jahren nutzen zumindest gelegentlich das Fahrrad als Verkehrsmittel, davon 1,8 Millionen täglich oder mehrmals pro Woche, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Das Potenzial für mehr Radverkehr ist in Österreich groß, vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer, wurde bei der heutigen VCÖ-Fachveranstaltung festgestellt. Eine zentrale Voraussetzung für mehr Radverkehr ist eine sichere Radinfrastruktur. Im Ballungsraum Kopenhagen ist durch die Umsetzung von Radschnellwegen die Zahl der Radfahrerinnen und Radfahrer auf der jeweiligen Route im Schnitt um 52 Prozent gestiegen, in der deutschen Stadt Freiburg hat sich der Radverkehr auf einer neuen Radvorrangroute mehr als verdoppelt.

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Foto: Pink_Badger Adobe_Stock_55479505_M