Aus der Praxis - Judith Neyer

Erneuerbarer Strom ist unsere Mobilitätsversicherung

Porträtfoto von Judith Neyer
Judith Neyer, Abteilungsleiterin Strategische Energiepolitik im Klimaschutzministerium

Was wir wissen: Die Mobilität der Zukunft hat zwei Antriebe. Muskelkraft und Strom. Wo unsere Körperkraft endet, wird E-Mobilität zum unverzichtbaren Teil der Energiewende. Ihr Rückgrat ist der öffentliche, schienengebundene Verkehr. E-Bikes, E-Busse und elektrifizierte schwere Nutzfahrzeuge werden eine Rolle spielen. Ein großer Teil der Wege wird aber weiter durch Personenkraftwagen zurückgelegt werden, zunehmend elektrisch. Dieser Wandel bringt viele neue Fragen: Wie unsere Netze und Ladeinfrastrukturen fit machen? Wie verschränken wir bestmöglich Energieaufbringung und Energieverbrauch? Wie verschieben wir Lasten? Und viele mehr. Auf all diese Fragen gibt es mehr als eine richtige Antwort. An allen Antworten wird erfolgreich gearbeitet. Eines wissen wir heute schon gesichert: Wir brauchen erneuerbaren Strom. Er ist unser Antrieb der Zukunft und unsere Mobilitätsversicherung – egal wie viel wir davon am Ende in Pkw, in Bussen oder in Zügen einsetzen. Wir brauchen ihn hier, wir brauchen ihn reichlich und wir brauchen ihn rasch. Worauf also warten wir?

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VCÖ: Mineralölsteuer-Einnahmen heuer erneut gesunken, Sanierungskosten für Straßen steigen altersbedingt und durch Klimaschäden

VCÖ (Wien, 13. August 2026) – Nachdem die Mineralölsteuer-Einnahmen im Vorjahr auf das niedrigste Niveau seit dem Jahr 2007 gesunken sind, gingen die Einnahmen heuer erneut zurück, macht die Mobilitätsorganisation VCÖ aufmerksam. Mit 1,735 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2026 waren es um 2,2 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Gleichzeitig steigen die Kosten für die Straßenerhaltung stark. Zum einen, weil in Österreich zahlreiche Brücken, Tunnel und Straßen altersbedingt saniert werden müssen. Zum anderen führen die wegen des Klimawandels zunehmenden Extremwetterereignisse zu mehr Infrastrukturschäden. Angesichts der Budget- und Klimakrise spricht sich der VCÖ für ein Straßenbaumoratorium aus. Gleichzeitig sind Maßnahmen für eine höhere Effizienz in der Mobilität umzusetzen.

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Grafik: Zapfhahn auf weißen Hintergrund, aus welchem ein Tropfen Treibstoff tropft

VCÖ: Im Juli waren Treibstoffpreise höher als im Juni - Diesel aber billiger als im Mai, April und März

VCÖ (Wien, 31. Juli 2026) – Der Medianpreis für einen Liter Diesel betrug im Juli 1,90 Euro, jener für Eurosuper war mit 1,79 Euro um elf Cent niedriger, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der E-Control zeigt. Der Dieselpreis war damit im Juli aufgrund der neuerlichen Eskalation im Irankrieg um rund zwölf Cent höher als im Juni, aber niedriger als in den Monaten Mai, April und März. Für einen Liter Eurosuper war im Juli im Schnitt um zehn Cent mehr zu zahlen als im Juni. Die Mobilitätsorganisation VCÖ kritisiert fehlende Maßnahmen zur Reduktion des Spritverbrauchs und der Erdölabhängigkeit des Verkehrs.

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Foto: Zapfhahn, welcher ein Diesel-Auto betankt.