Aus der Praxis - Karoline Seywald

Westbahnpark beim Wiener Westbahnhof als Klimamaßnahme

Karoline Seywald, eine der 4 SprecherInnen der Initiative Westbahnpark (https://www.westbahnpark.at)

Die Idee des Westbahnparks auf dem Areal hinter dem Wiener Westbahnhof entlang der Felberstraße geht auf BLA – Büro für Lustige Angelegenheiten – zurück. Stadträumliche Besonderheiten wie der weite Blick in die Berge, die Geländekante und die Frischluftschneise, die kühle Luft vom Wienerwald in die Innenstadt bringt, haben schon früh auf das Potenzial des Ortes hingewiesen. Vor zwei Jahren ist die Vision eines Parks entstanden – mit einem ein Kilometer langen Pool, vielen Bäumen und einem Markt am Zug – durch den wir dann Interessierte real geführt haben. Da gab es tolle Resonanz. Der Grünraum ist im 15. Wiener Gemeindebezirk besonders gering, die bauliche Dichte hoch. Daher haben wir für alle, die mitmachen wollen, die Initiative Westbahnpark gegründet. Stadtpolitik und ÖBB wurden auf uns aufmerksam, ein Leitbildprozess der Abteilung für Stadtplanung wurde in Aussicht gestellt. Wir fordern einen durchgängigen Park bis zur Höhe Technisches Museum als Fixpunkt bei der Stadtteilentwicklung in Kombination mit einer großräumigen, städtebaulichen Betrachtung dieses Areals. Laut einer aktuellen Klimaanalyse ist das unbedingt erforderlich. Gerade die Covid-19-Pandemie hat uns gezeigt wie wichtig Frischluft und Grünraum sind.

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VCÖ: Im Verkehr ist das Potenzial für Entsiegelung sehr groß

VCÖ (Wien, 18. September 2024) – Jetzt ist die Hilfe für die betroffenen Menschen und Regionen das Allerwichtigste. Künftig braucht es in Österreich den gleichen Schulterschluss für den Schutz der Böden, für verstärkte Entsiegelung und für die raschere Reduktion der Treibhausgas-Emissionen, stellt die Mobilitätsorganisation VCÖ fest. Der VCÖ weist darauf hin, dass in Österreich auf eine Person 330 Quadratmeter versiegelte Fläche kommen, davon 142 Quadratmeter durch Verkehrsflächen. Mit Asphalt versiegelte Böden können kein Wasser aufnehmen, der Niederschlag fließt ab und das Kanalsystem wird dadurch bei Starkregen zusätzlich belastet. Das Entsiegelungspotenzial ist im Verkehrsbereich, insbesondere bei Groß-Parkplätzen, sehr groß und ist verstärkt zu nutzen, so der VCÖ.

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Mehr Aufenthaltsqualität und Gehende durch Fußgängerzone

Die Sendlinger Straße in München wurde von einer autodominierten Straße in eine autofreie Fußgängerzone umgewandelt, um die Aufenthaltsqualität und das Einkaufsangebot zu verbessern. Nach einer erfolgreichen Testphase folgten im Jahr 2017 Umbaumaßnahmen: Parkflächen wurden reduziert und Bäume gepflanzt, die Barrierefreiheit wurde verbessert und Stadtmobiliar wurde aufgestellt.

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Menschen gehen auf einer belebten Einkaufsstraße