Aus der Praxis - Karoline Seywald

Westbahnpark beim Wiener Westbahnhof als Klimamaßnahme

Karoline Seywald, eine der 4 SprecherInnen der Initiative Westbahnpark (https://www.westbahnpark.at)

Die Idee des Westbahnparks auf dem Areal hinter dem Wiener Westbahnhof entlang der Felberstraße geht auf BLA – Büro für Lustige Angelegenheiten – zurück. Stadträumliche Besonderheiten wie der weite Blick in die Berge, die Geländekante und die Frischluftschneise, die kühle Luft vom Wienerwald in die Innenstadt bringt, haben schon früh auf das Potenzial des Ortes hingewiesen. Vor zwei Jahren ist die Vision eines Parks entstanden – mit einem ein Kilometer langen Pool, vielen Bäumen und einem Markt am Zug – durch den wir dann Interessierte real geführt haben. Da gab es tolle Resonanz. Der Grünraum ist im 15. Wiener Gemeindebezirk besonders gering, die bauliche Dichte hoch. Daher haben wir für alle, die mitmachen wollen, die Initiative Westbahnpark gegründet. Stadtpolitik und ÖBB wurden auf uns aufmerksam, ein Leitbildprozess der Abteilung für Stadtplanung wurde in Aussicht gestellt. Wir fordern einen durchgängigen Park bis zur Höhe Technisches Museum als Fixpunkt bei der Stadtteilentwicklung in Kombination mit einer großräumigen, städtebaulichen Betrachtung dieses Areals. Laut einer aktuellen Klimaanalyse ist das unbedingt erforderlich. Gerade die Covid-19-Pandemie hat uns gezeigt wie wichtig Frischluft und Grünraum sind.

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VCÖ: In Österreichs Städten sind verstärkte Maßnahmen für Klimawandelanpassung nötig

VCÖ (Wien, 15. Mai 2025) – Das Jahr 2024 war in Österreich das wärmste in der Messgeschichte, in Wien Innere Stadt gab es mit 52 so viele Hitzetage wie noch nie. Bei der heutigen VCÖ-Fachkonferenz warnte der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter vor den großen Gesundheitsschäden durch Hitze. In Österreichs Städten braucht es im Straßenraum verstärkte Begrünung sowie mehr schattenspendende Bäume. Eine zentrale Rolle, um mehr Platz für Klimawandelanpassungen zu schaffen, spielt die Mobilität, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. Denn Straßen und Parkplätze beanspruchen derzeit sehr viel Fläche.

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VCÖ: Feinstaub- und Stickstoffdioxid Belastung in Österreich war im Vorjahr aus Gesundheitssicht zu hoch

VCÖ (Wien, 3. März 2025) – Auch wenn die derzeit geltenden Grenzwerte im Vorjahr eingehalten wurden, ist die Luftqualität in Österreich aus Gesundheitssicht alles andere als gut, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten des Umweltbundesamts zeigt. Die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Richtwerte wurden bei 107 von 147 Stickstoffdioxid-Messstellen und bei 73 von 75 PM2,5-Feinstaub-Messstellen überschritten. Luftschadstoffe machen krank, verursachen Atemwegs- und Herzkreislauf-Erkrankungen. Deshalb braucht es rasch verstärkte Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität. Die IGL-Tempolimits sind beizubehalten, umso mehr als auch die künftig EU-weit geltenden Grenzwerte im Vorjahr bei jeder dritten PM2,5-Messstelle und jeder siebten NO2-Messstelle überschritten wurden.

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Digitale Anzeigetafel auf einer Autobahn, welche aufgrund des Immisionsschutzgesetzes-Luft Tempo 100 anzeigt